Warnung vor falschen „meinestadt“-Rechnungen

Offenbach (tk) - Die Offenbacher Familie W. hat per E-Mail mitgeteilt bekommen, dass sie demnächst zahlen wird: 345,89 Euro will die Zokyment AG von ihrem Konto abbuchen, Rechnungen, so heißt es, fänden die „Starmember“ der „Datingwebseite www.meinestadt.de“ in der Anlage.

„Bloß nicht öffnen!“, ist die spontane Reaktion des dazu befragten Offenbacher Polizeisprechers Ingbert Zacharias: Er geht von einem eindeutigen Betrugsversuch aus. Über den Anhang sollen wohl sogenannte Schadprogramme den heimischen Rechner der W.s kapern, um an Konten zu gelangen oder um über ihn dunkle Geschäfte abzuwickeln.

Die W.s waren misstrauisch und schlau genug und haben sich nicht hereinlegen lassen - auch nicht von dem heimtückischen Angebot, die angebliche „Elitemitgliedschaft“ über die beigefügte Datei zu kündigen. Sie haben sich auch nicht von einer scheinseriösen Aufmachung mit persönlichen Grüßen eines Walter Schneider, einer Umsatzsteuernummer und sogar einer Datenschutzbeauftragten einlullen lassen. Die Offenbacher sind Teil einer großen Gemeinde von potentiellen Betrugsopfern. Das bestätigen Jan W. die Betreiber des echten, seriösen, aber durch Ganoven in Verdacht geratenen Internetportals „meinestadt.de“: „Wir erhalten heute eine Vielzahl von Meldungen über Fälle, die Ihrem vergleichbar sind.“

Auch aus Siegburg ergeht die dringende Empfehlung, auf die Mail nicht gegenüber dem Absender zu reagieren und keine Anhänge zu öffnen: „Wir versichern Ihnen, dass die E-Mail, die Sie erhalten haben, nicht von uns oder einem mit uns verbundenen Unternehmen stammt. Wir bemühen uns aber, den Absender herauszufinden, um gegen ihn rechtlich vorgehen zu können.“ Eine Strafanzeige werde bereits vorbereitet.

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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