Wasser marsch

+
Inmitten der Betonwüste eine Oase der Erfrischung: Den Brunnen auf dem Stadthof vor dem Rathaus nutzen diese Jungs für eine Abkühlung.

Offenbach - (tm) Genau ein Dutzend Brunnen nennt die Stadt ihr eigen und lässt sie von Ostern bis Ende Oktober sprudeln - eine erfrischende, aber auch arbeitsintensive Angelegenheit. Jeden Tag wollen die Anlagen gewartet werden, eine Aufgabe, der Adam Sattler seit 26 Jahren nachkommt.

Die Brunnenbecken müssen gereinigt werden, das Wasser wird gewechselt, die Filter wollen von Laub und anderem Unrat befreit werden. In nur einer Woche kommt aus allen zwölf Brunnen rund 240 Liter Müll zusammen. Und Anfang des Jahres wartet Sattler alle Motoren und Pumpen, macht sie dann für die kommenden Saison wieder fit.

Der größte städtische Brunnen ist der auf dem Stadthof am Rathaus. 33 Kubikmeter Wasser werden hier ständig bewegt. Eingelassen wird übrigens Trinkwasser, das freilich nicht zum Trinken geeignet ist, schließlich kommen schnell Verunreinigungen etwa durch Tauben oder Hunde ins sprudelnde Nass. Wenn sich Kinder im Wasserspiel erfrischen, ist dies zwar nicht ausdrücklich erlaubt. „Wir werden die Brunnen nicht zum Schwimmbecken ausrufen“, sagt Pressesprecher Oliver Gaksch vom städtischen Dienstleister ESO. Aber verjagen wolle man die Kinder auch nicht.

Zeitschaltuhren regeln übrigens den Betrieb der Sprudler, Plätscherzeit ist im Sommer von 8 bis 22 Uhr.

Kommentare