Wasserspiel statt Imbiss

Blick von der Großen in die Kleine Marktstraße: Von einer repräsentativen Platz-Anmutung ist der Durchgang noch weit entfernt.Foto: alk

Offenbach - Die Hochtief Projektentwicklung, Bauherr des 70 Millionen Euro teuren Einkaufszentrums KOMM am Aliceplatz, hat sich von dem Plan verabschiedet, in der Kleinen Marktstraße einen Gastronomie-Pavillon zu errichten. Es sei nicht gelungen, dafür einen Betreiber mit dem erwünschten Niveau zu finden, berichtete gestern Niederlassungsleiter Markus Brod.

Die Stadt wird den Verkaufsvertrag über die Fläche rückgängig machen und den Kaufpreis zurückzahlen, kündigte Oberbürgermeister Horst Schneider an. Ihm ist diese Lösung trotz der finanziellen Einbuße die liebste. „Besser ein schön gestalteter Platz als ein merkwürdiger Imbiss“ - darin sei er sich auch mit Akteuren der Lokalen Agenda einig, denen er die Umplanung bereits vorgestellt hat.

Wie im Ursprungsvertrag vorgesehen, kommt Hochtief für die Neugestaltung der Kleinen Marktstraße auf. „Einen sechsstelligen Betrag“, investiere das Unternehmen. Landschaftsplaner Rudolf Kaufmann hat unter anderem ein Wasserspiel, Spielgeräte für Kinder, Bäume (Rundsäulenhainbuchen) und Fahrradständer vorgesehen, um das 1 000 Quadratmeter große Areal zu gestalten. Die Verbindung von Fußgängerzone (Große Marktstraße) und Geleitsstraße soll repräsentativ wirken und zum Verweilen einladen. Derzeit ist die Fläche zwischen Parkhaus auf der westlichen und Porno-Shop auf der östlichen Seite von den Bauarbeiten fürs KOMM geprägt. Langfristig wünscht sich OB Schneider ein Café für den Platz. Im Auge hat er das „wunderschöne Fachwerkhaus“ an der Ecke zur Großen Marktstraße.

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