Wehr testet am Main ihr Schwergerät

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Funktioniert im Test am Bürgeler Mainufer auch ohne Feuerwehrmann: ein sogenannter Wasserwerfer.

Offenbach - Wasser marsch! Mit diesem Befehl leiten Feuerwehren die Wasserförderung ein, wie es offiziell heißt. Wie das in der Praxis aussieht, erlebten Spaziergänger am Bürgeler Mainufer. Dort testete die Berufsfeuerwehr am Samstag ihr schweres Gerät. Von Martin Kuhn

„Das können wir schlecht auf dem Hof in der Rhönstraße üben“, sagt Feuerwehrchef Uwe Sauer.

Das beweisen die nackten Zahlen. So ist etwa auf einem Löschfahrzeug ein Strahlrohr fest installiert, das nur bei sogenannten Großbränden wie den einer Lagerhalle genutzt wird. Leistung: 2 800 Liter in der Minute. Da wäre der Hof der Feuerwache schnell geflutet... Da das Fahrzeug „lediglich“ 5 000 Liter Wasser fasst, ist unverzüglich für eine stabile „Wasserzuleitung“ zu sorgen.

Am Fluss nutzten die Hauptberuflichen dazu spezielle Hochleistungs-Pumpen aus. Auch das „unter Volllast“, so Sauer, um die Technik unter realistischen Bedingungen zu testen. So funktionieren auch die mobilen Wasserwerfer mit einer Leistung von 1 500 Liter in der Minuten. Diese werden entweder auf einem Vierbein oder an einer Vorrichtung am Korb der Drehleiter montiert. Das erleichtert bei Dachstuhlbränden den Wehrleuten die kräftezehrende Arbeit mit Schlauch und Rohr.

Was am Main durchaus als Spektakel zu betrachten war, diente also allein der Schulung des Personals. Wer anderes vermutet, liegt definitiv falsch. „Wir haben nicht den Sauerstoffeintrag in den Fluss erhöht“, erteilt Uwe Sauer Spekulationen eine Absage.

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