Weihnachtsbaumverkauf

Hunderte auf der Suche nach dem Traumbaum

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Franz Korn (links) sorgt dafür, dass der Baum wirklich passt.

Offenbach - Der Duft von frisch geschlagenen Nadelbäumen vermischt sich mit dem von würzigem Glühwein und knusprigen Grillhähnchen. Eine Gruppe von Kindern singt mit dem Nikolaus „Oh Tannenbaum“. Einige Meter weiter dröhnt die Kettensäge, schneidet Stämme zurecht. Von Veronika Szeherova

Der Tannenbaumverkauf auf dem Verlagsgelände unserer Zeitung spricht auch in seiner gestrigen, siebten Auflage alle Sinne an.

Seit fünf Jahren lässt sich Familie Coloudas aus Heusenstamm dies nicht entgehen. „Es ist sehr schön hier“, findet Familienvater Fotios Coloudas. „Die Atmosphäre ist gut, die Qualität der Bäume auch, wir haben auch in unserem Bekanntenkreis Werbung gemacht.“ Das letzte Wort, welcher Baum mitgenommen wird, haben die beiden Töchter. Zuhause geht es gleich ans Schmücken.

Blau- und Nobilistannen, Rotfichten und Nordmänner

Heiliger Mann unterm Versand-Dach unserer Zeitung: Der Nikolaus beschenkte Kinder mit Süßigkeiten und sang mit ihnen Weihnachtslieder.  

Baumverkäufer Franz Korn aus Jossgrund im Spessart hat eine große Auswahl Blau- und Nobilistannen, Rotfichten und Nordmänner mitgebracht. Wer Sonderwünsche hatte, konnte telefonisch vorbestellen. Etwa 25 Vorbestellungen gab es. „Die meisten waren für große Bäume, drei Meter aufwärts“, sagt Korn.

„Das ist zusätzlich jede Menge Arbeit.“ Die Bäume werden eigens geschlagen und gekennzeichnet. Der Weg nach Offenbach lohnt sich: „Wir verkaufen hier etwa 400 Bäume.“ Was Korn in diesem Jahr besonders freut: „Die Leute haben sich auf die Blaufichte zurückbesonnen. Sie war längere Zeit nicht so beliebt, weil sie sticht.“ Dabei sei gerade diese Eigenschaft von Vorteil: „Da gehen Hund, Katze und Kind nicht dran.“

Weihnachtsbaum-Verkauf der Offenbach-Post

Den passenden Weihnachtsbaum noch nicht gefunden? Auf dem Verlagsgelände unserer Zeitung Offenbach-Post ging der Weihnachtsbaumverkauf in seine siebte Runde.

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Neben den Tannenbäumen lockten auch die Verkaufsstände Besucher aus dem ganzen Kreis an.

Der frühere Stadtrat Paul-Gerhard-Weiß ist mit seiner Familie zum ersten Mal zum Baumverkauf gekommen. „Die Sehnsucht nach einem frischeren Baum, der nicht alle Nadeln gleich wieder verliert“, trieb ihn an die Waldstraße. „Am besten eine nicht so große Nordmanntanne – wir haben keine hohen Decken.“ Er wird fündig.

So auch Anne und Alfred Zimmermann aus Dietzenbach. Ihnen hat es eine stattliche Nobilistanne angetan: „Wir möchten etwas Großes und Dichtes, zuhause ist viel Platz.“ Schon schiebt Franz Korn den Baum durch die Netzkanone. Zimmermanns sind zufrieden. „Nächstes Jahr kommen wir wieder.“

Die Christbaumtradition

Mission geglückt, Baum gekauft.

Bescheidener sind die Ansprüche von Peter Klein. Er sucht, entgegen üblichen Vorstellungen, nach einem schmalen Baum. „Ich habe nur eine Zwei-Zimmer-Wohnung, das wird sonst zu eng.“ Die Christbaumtradition pflegt der Offenbacher seiner Tochter zuliebe. „Sie kommt bald ins Teenager-Alter. Ob sie dann noch Spaß daran hat, wird sich zeigen.“

Andersrum verhält es sich beim Ehepaar Schade, das gekommen ist, um sich die Stände anzusehen und Glühwein zu trinken. „Einen Baum kaufen wir erst, wenn wir einen Enkel haben“, schmunzelt Eleonore Schade.

Bilder vom Weihnachtsbaumverkauf

Weihnachtsbaum-Verkauf auf dem Verlagsgelände

Doch auch ohne Baumkauf lohnt sich der Weg – selbstgebaute Weihnachtskrippen, frisch gebackenes Brot, hausgemachte Marmeladen und Likörchen in verführerischen Sorten wie Sanddorn-Hibiskus oder Caipirinha finden ihre Abnehmer. Nächstes Jahr geht es bewährt weiter.

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