Weihnachtsmarkt auf der Rosenhöhe

Herrlich heimeliges Hüttendorf

Offenbach - Nächstes Jahr rundet sich das Ereignis, wenn der 20. Weihnachtsmarkt der SG Rosenhöhe ansteht. Das bedeutet aber keineswegs, dass die 19. Auflage unrund abläuft – im Gegenteil. Von Harald H. Richter 

Einmal mehr haben die Organisatoren um Vorsitzenden Thomas Daniel ein vergnügliches und familientaugliches Programm auf die Beine gestellt, mit dem sie am ersten Adventwochenende auf ihr Gelände rings um die Schuhmannsche Vereinsgaststätte locken. Zum wiederholten Mal hat Offenbachs Ex-OB Gerhard Grandke die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung inne.

Das beschauliche Hüttendorf ist festlich geschmückt und wirkt bei Einbruch der Dunkelheit im Schein der Lichterketten besonders heimelig. Gleich am Eingang dreht das Kinderkarussell seine Runden, werden Weihnachtsbäume verkauft. Aus dampfenden Kesseln zieht Besuchern der würzige Duft von Glühwein und Punsch in die Nase. An einem der zahlreichen Imbissstände wird mit dem Spruch „Die beste Worscht von Hesse, die könnt ihr bei uns esse“ geworben.

Auch diese Ziege fühlte sich in der gemütlichen Atmosphäre wohl.

Auch andere Köstlichkeiten stehen hoch im Kurs, zum Beispiel Schinken aus dem Rauch und Schmalz, geröstete Maronen und knuspriges Popcorn. Bei Rosita Christ und Vereins-Vizechefin Ursula Scherer kommen Schlemmermäuler auf ihre Kosten. Erstmals mit ihrem Delikatessenstand vertreten, bieten sie und weitere Frauen neben selbstgebackenen Plätzchen und aromatischen Gewürzkuchen allerlei Leckerei feil: Toskanische Leberpastete und Dattelfrischkäse, scharf-pikante Chutneys, Öle und Liköre. „Alles nach eigenen Rezepten hergestellt“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende. Eine Besonderheit stellen Kuchenmischungen in Flaschen dar. „Man braucht nur noch Frischzutaten beigeben“, lautet Scherers praktische Empfehlung.

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Zwischen Lavendelsäckchen und diversen Handarbeiten gehen unterdessen in der Knusperecke bei den Übungsleiterinnen Ute Keller und Marianne Obmann, die sich im Standdienst mit 16 weiteren Frauen abwechseln, frisch gebackene Waffeln und Heißgetränke für Groß und Klein über den Tisch.

Gleich nebenan dreht sich zur Freude der Kinder das Glücksrad, an dem der zehnjährige Cesur gerade einen tollen Preis erspielt hat. Er ist mit den Großeltern aus Mühlheim gekommen, fordert Fortuna gleich noch einmal heraus und fischt drei Tombola-Lose aus dem Topf, von denen sich zwei wiederum als Gewinne entpuppen. Insgesamt 600 attraktive Sachpreise hat die SG Rosenhöhe bei vielen Unterstützern beschaffen können. „Wir kommen immer wieder gern zum Weihnachtsmarkt auf die Rosenhöhe, seit Jahren schon, vor allem wegen der familiären Atmosphäre“, lobt Großvater Manfred Powileit.

Budenzauber und Gemütlichkeit schätzen auch jene Besucher, die aus dem reichhaltigen Angebot weihnachtlicher Gestecke vom Türkranz bis zum Tischschmuck den passenden Dekorationsartikel für daheim auswählen. Alles, was wärmt, bieten sieben fleißige Frauen der Tanzgruppe Just for fun zum Kauf an – selbstgestrickte Mützen, Schals, dicke Socken sowie Babybekleidung.

Bilder von allen Offenbacher Weihnachtsmärkten

Weihnachtsmärkte in Bieber, Bürgel und auf der Rosenhöhe

Am Schminkstand der Frei-religiösen Gemeinde verpassen am Samstag Christina Friedrich und Tochter Natasha Mädchen und Jungen fantasievolle Muster aus Farbstrichen aufs kindliche Antlitz. Am Sonntag tritt die Kita-Gruppe auf und präsentiert das bezaubernde Gleichnis „Frederick und die Farben“ über Träume, Hoffnungen und den Sieg der Kunst über das platte Leben. Gleich neben der Bühne stehen die Ponys Aprili, Mona, Mausi und Sally für geführte Ausritte durch den Wald bereit.

Das Hauptinteresse der jüngsten Besucher gilt freilich dem Nikolaus, der gleich zweimal seine Aufwartung macht. Manch vorgetragenes Gedicht oder Lied belohnt er mit Apfel, Mandarine und Schokostückchen. Aber auch wer, von allem Mut verlassen, kein Wort herausbringt und sich am liebsten hinter Mama oder Papa verstecken möchte, den beschenkt der bärtige Alte mit einer guten Gabe.

Aus hellen Kehlen erschallen unterdessen weihnachtliche Lieder, auf der Bühne vom Kinderchor der Lauterbornschule dargeboten. Mehr als drei Dutzend rot-weiß bemützte Mädchen und Jungen besingen – an diesem Wochenende freilich vergebens – „Schneeflöckchen Weißröckchen“, bestärken aber ihre Zuhörer umso mehr, sich alle Jahre wieder das Motto der Vorweihnacht zu eigen zu machen: „Lasst uns froh und munter sein!“

Rubriklistenbild: © Georg

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