Weiß verzichtet auf Kandidatur

Offenbach (mad) - Lange war darüber spekuliert worden, ob er antritt, seit gestern steht fest: Paul-Gerhard Weiß, Ordnungsdezernent und FDP-Vorsitzender wird bei der Oberbürgermeisterwahl am 4. September nicht kandidieren.

Zu diesem Schritt habe er sich nach „gründlicher Prüfung der Möglichkeiten für einen effizienten Wahlkampf entschlossen“, heißt es in einer Mitteilung der Liberalen.

Der FDP-Vorstand habe ihn ebenso wie zahlreiche Bürger zur Kandidatur ermuntert, um eine weitere Auswahl zu bieten. „Die große Zustimmung ehrt mich sehr. Nach meiner Einschätzung ist es aber aus organisatorischen und finanziellen Gründen zu schwierig, einen weiteren Wahlkampf in diesem Jahr zu stemmen“, wird Weiß zitiert. Wichtiger sei ihm, dass er die knappe Zeit ganz den vielfältigen Aufgaben in seinem Dezernat widmen könne.

Fraktionsvorsitzender und Kreisvorstandsmitglied Oliver Stirböck bedauert zwar die Entscheidung von Weiß, kann die Gründe aber verstehen. Stirböck weist darauf hin, dass die Offenbacher FDP auch dank der Anerkennung, die ihr Stadtrat genieße, trotz des hessenweiten Wahldebakels mit 5,1 Prozent noch vergleichsweise respektabel abgeschnitten habe. „Wir erzielten das beste Großstadtergebnis und belegen unter den 26 hessischen Kreisverbänden Platz 4. Das wäre ohne seine gute Arbeit nicht möglich gewesen. Da OB-Wahlen Persönlichkeitswahlen sind, hätte er sicher ein gutes Ergebnis erzielt. Deshalb sehen wir die Entscheidung auch mit einem weinenden Auge“, so Stirböck. Die FDP werde die Frage, ob und gegebenenfalls welchen Kandidaten sie unterstütze, nach Vorstellung der inhaltlichen Ziele der Kandidaten besprechen.

Der Fraktionschef weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass er nicht dem Unterstützerkreis des CDU-Kandidaten Peter Freier angehöre. Ein entsprechender Eintrag auf der Website des Unterstützerkreises sei ein unbeabsichtigter Irrtum gewesen.

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