Viele Arzneimittel nicht lieferbar

Weiter Engpässe bei Medikamenten

Offenbach - Eine neue Studie berichtet, dass deutsche Krankenhausapotheken oft nicht alle Medikamente bekommen, die sie brauchen. Das Sana Klinikum Offenbach konnte bis jetzt immer adäquaten Ersatz finden.

Kliniken in Deutschland leiden weiterhin unter Lieferengpässen bei einigen Medikamenten. Das gehe aus einer noch unveröffentlichten Studie der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor, berichtet die „Leipziger Volkszeitung“.

Im Schnitt kann demnach eine Krankenhausapotheke pro Monat knapp 20 Arzneien nicht oder nur in geringen Mengen zur Verfügung stellen. Zumeist handle es sich um Medikamente zur Behandlung lebensbedrohlicher oder schwerer Krankheiten, darunter Krebspräparate. Laut der DKG hat sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr aber leicht verbessert.

Im Vorjahr seien im Durchschnitt 25 Arzneimittel pro Monat und Apotheke nicht lieferbar gewesen. Zugleich habe sich aber der Aufwand der Kliniken bei der Beschaffung von Alternativpräparaten erhöht. „Besonders problematisch wird es, wenn kein Alternativpräparat zur Verfügung gestellt werden kann oder das Ersatzmedikament qualitativ schlechter ist“, sagte ein DKG-Sprecher.

Wolfgang Kräuter, stellvertretender Leiter der Apotheke am Sana Klinikum Offenbach, erklärte dazu, dass Lieferengpässe bei Arzneimitteln seit einigen Jahren regelmäßig vorkommen. Man habe aber „immer geeignete Ersatzprodukte gefunden, so dass die medikamentöse Versorgung unserer Patienten stets in vollem Umfang und ohne Gefährdung gesichert war“.

afp/psh

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