Stadtdienstleister ESO hat noch nicht alle Änderungswünsche bearbeiten können

Weiter irritieren Biotonnen

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Offenbach - 15 .000 Biotonnen sind zu verteilen, 5000 haben es schon bis zu den Offenbachern geschafft. Von Thomas Kirstein 

In der Mehrzahl problemlos, teils aber nicht immer korrekt: Nach jenen Bürgern, die wegen eigener Kompostiermöglichkeit Verschonung beantragten, aber dennoch ausgestattet wurden, melden sich nun welche, die nicht erwünschte Tonnen erhielten.  Willkommen ist die Biotonne in Offenbach kaum. Zumindest äußert sich niemand laut, der sich auf sie gefreut hat. So beeilt sich Oliver Gaksch, Sprecher des Stadtdienstleisters ESO, immer wieder mit der Feststellung, die Einführung eines weiteren Behälters für getrennten Abfall sei kein Offenbacher Wunschkonzert.

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Die Kommune kommt nicht umhin, sich bis 2015 dem auf einer EU-Vorgabe beruhenden Kreislaufwirtschaftsgesetz zu beugen. Da müssen die Bürger eben mit durch, und es bleibt nicht aus, dass die Aktion mit Argusaugen überwacht wird. Geht was schief, ist der Offenbacher schnell mit dem Urteil „Schildbürgerstreich“ bei der Hand: Als solcher gilt die Maßnahme, etwas auszuliefern, was wissentlich bald wieder abgeholt oder ausgetauscht werden muss. Das gilt für jetzt verteilte Biotonnen in der falschen Größe oder mit einer unerwünschten Leerungsart. Der ESO hatte die Gebührenpflichtigen angeschrieben und ihnen mitgeteilt, welches Fassungsvermögen und welchen Service er aufgrund der bisherigen Restmüll-Abholung und anderer Erfahrungswerte für jeweils passend halte. Die Abfall-Bürger durften abweichende Vorstellungen übermitteln.

So wundern sich manche, dass sie doch die ESO-Kombination vor der Haustür stehen haben. Aus Biebers Konrad-Adenauer-Straße etwa wird geklagt: Bestellt war 14-tägliche Leerung im Teilservice, laut Aufkleber gebucht ist aber wöchentliche Lieferung im Vollservice (bei diesem rollen die Müllmänner die Tonne vom Grundstück auf die Straße). Das ist kein Einzelfall, wie ESO-Sprecher Oliver Gaksch zugibt. Eine Zahl kann er nicht nennen, aber es gibt wohl noch etliche unbearbeitete Anträge auf Änderung. Es war nicht nur die Menge, die ein rechtzeitiges Abarbeiten verzögerte, sondern es gab auch Anträge, die unvollständig oder erst nach dem Stichtag eingingen.

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Die beauftragte Firma arbeitet Bezirke ab. Rücksicht auf Wünsche würde die laut Gaksch insgesamt prima laufende Verteilung nur verkomplizieren. Der ESO-Mann versichert indes, dass falsch belieferten Offenbachern keine Nachteile entstünden. Bis die Biotonnen im April erstmals geleert werden, sollen alle Anträge berücksichtigt sein: „Wir sehen zu, dass dann jeder die Tonne hat, die zu ihm passt.“ Was einschließt, dass nicht jeder Tonnengrößen-Wunsch erfüllt werden muss. Die Wahl des Services freilich sollte weiter dem Gebührenzahler überlassen bleiben.

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