Nur wenige Aktivposten

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Im Kinder- und Jugendparlament gibt es viel Gesprächsstoff.

Offenbach - (ddü) Wie stellt ihr euch ein Festival für Jugendliche in Offenbach vor? Seid ihr zufrieden mit den Parks und Spielplätzen? Welche zusätzlichen Angebote wünscht ihr euch im Bereich Kunst, Kultur und Musik?

Viel Gesprächsstoff haben die Delegierten des Kinder- und Jugendparlaments bei ihrer Vollversammlung im Rathaus. In Arbeitsgruppen diskutieren die Jungpolitiker Fragen zur Attraktivität der Innenstadt, notieren Anregungen und sammeln Vorschläge für einen Bandwettbewerb. Auch Repräsentanzprobleme stehen auf der Tagesordnung. „Von gut 90 Delegierten sind vielleicht 20 wirklich aktiv. Mit einem Mentorenprogramm wollen wir die Stellvertreter besser einbinden und stärker an unserer Arbeit beteiligen“, sagt die KJP-Vorsitzende Dragana Gavric.

Während dieser Vorschlag des Vorstands sofort breiten Zuspruch findet, lässt sich bei den Vorstellungen von einem Festival nicht so schnell Einigkeit erzielen. Die einen wollten verschiedene Bands gegeneinander antreten lassen, die anderen lieber Spiele und sportliche Wettbewerbe veranstalten. „Essen und Trinken sollte umsonst sein“, fordern die Utopisten. „Wir müssen vorher eine Spendenaktion machen, um Geld zu sammeln“, halten die Pragmatiker dagegen.

Auch bei den Vorschlägen zur Verschönerung der Innenstadt gehen die Meinungen weit auseinander. Die einen wollen mehr Grünflächen und eine Relaxzone, den anderen liegt ein Jugendcafé und mehr Geschäfte für junge Leute am Herzen. Gehört werden jedoch alle. „Wir sammeln die Vorschläge und leiten sie an das Projekt Aktive Innenstadt weiter“, verspricht Christine Greilich, Bildungsreferentin im Jugendamt.

Doch auch zwischen ihren Sitzungen sind die Schüler nicht untätig. Verschiedene Arbeitsgemeinschaften stellen dem Plenum die laufenden Projekte vor und berichten von verschiedenen Aktionen. Tamara Reimers aus der Kinderfraktion erzählt von einem Rhetorikseminar, das die jüngeren Parlamentarier besucht haben, ihr Kollege Adrian Somesan berichtet von einem Besuch bei den Profis im hessischen Landtag. „Wir haben uns mit vier Abgeordneten unterhalten und sie haben uns von ihrer täglichen Arbeit erzählt“, so der Nachwuchspolitiker.

Yasmin Ebke stellt den Stand der Dinge bei der Entwicklung einer Internetseite zum Thema Mobbing dar und Hannes Güdelhöfer bringt die Delegierten bezüglich des geplanten Beachvolleyball-Turniers auf den neuesten Stand. Christine Radtke wirbt schon mal für eine Karaoke-Tour durch die Offenbacher Jugendzentren. „Alle zwischen 13 und 18 Jahren können mitmachen, es wird eine Jury geben und der Sieger bekommt einen Preis“, erklärt sie. Der Vorstand des KJP will sich weiterhin im Projekt Aktive Innenstadt engagieren und in Zukunft enger mit dem Stadtschülerrat zusammenarbeiten. Und damit sich die ganze Arbeit in den verschiedenen Gruppen und Gremien für die Abgeordneten auch lohnt, sollen sie bald die Ehrenamtscard erhalten. „Damit bekommen wir Vergünstigungen im Schwimmbad oder im Kino“, nennt Dennis Lat die Vorteile der Karte, die er für seine Kollegen erstreiten will.

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