Weniger Firmenpleiten auch in Offenbach

Offenbach (ku) - Wegen des Aufschwungs ist die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland und Offenbach gesunken. „Das dynamische Wirtschaftswachstum hat der finanziellen Stabilität der Unternehmen gut getan“, erklärte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform gestern.

Im ersten Halbjahr 2011 hätten 14.960 Unternehmen in Deutschland einen Insolvenzantrag gestellt. Das seien 11,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Amtsgerichtsbezirk Offenbach seien im ersten Halbjahr 381 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden, das seien fünf weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen in Deutschland ist rückläufig, mit minus 5,1 Prozent aber weniger stark als bei den Firmen, teilte Creditreform weiter mit. Etwa 51.300 Verbraucher hätten in den ersten sechs Monaten ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt. In der Vorjahresperiode seien es 54.070 gewesen. Die Nachfrage nach einem sogenannten Schuldenbereinigungsverfahren für Verbraucher sei unverändert hoch. „Nach 2007 und 2010 wurde im laufenden Jahr der dritthöchste Wert seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 festgestellt“, erklärten die Experten. Im Offenbacher Bezirk seien im ersten Halbjahr 451 Anträge gezählt worden, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien es 33 weniger gewesen.

Bisher hat seit 1999 erst ein geringer Teil der insolventen Verbraucher den Weg aus den Schulden gefunden, wie Creditreform erklärte. Rund 20 000 Deutsche hätten bis zum Jahresende 2010 die sogenannte Wohlverhaltensphase, in der Schulden abgetragen werden, erfolgreich absolviert und die Restschuldbefreiung erhalten. Im Bereich des Amtsgerichts Offenbach seien rund 950 Insolvenzverfahren mit der Erteilung der Restschuldbefreiung abgeschlossen worden.

Der Schaden durch Insolvenzen belaufe sich in den ersten sechs Monaten 2011 auf 10,4 Milliarden Euro, im Vorjahreszeitraum seien es 14,7 Milliarden Euro gewesen, berichtete Creditrefom. Etwa 110 000 Arbeitsplätze seien bedroht.

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