Creditreform sieht Lichtblick

Weniger Insolvenzanträge in Offenbach

Offenbach - In Offenbach sind so viele Menschen verschuldet wie in kaum einer anderen Stadt in Deutschland. Doch ein Blick auf die Insolvenzlage lässt hoffen.

Zwar hat die Stadt Offenbach die zweithöchste Schuldnerquote bundesweit. Damit ist fast jeder fünfte Offenbacher nicht mehr in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Gleichwohl gibt es einen Lichtblick: Wie Jens Lauer von der Creditreform Offenbach gestern unserer Zeitung sagte, sind die aktuellen Insolvenz-Zahlen für Offenbach ermutigend.

„Notierten wir bis zum dritten Quartal 2012 bei Firmen noch 515 Anträge auf Insolvenzeröffnung beim Amtsgericht Offenbach, so sind es für 2013 bis Ende September noch 478“, so Lauer. Bei den Anträgen auf Eröffnung eines Privatinsolvenzverfahrens verhalte es sich ähnlich. „Wurden 2012 bis zum 30. September noch 640 Anträge gestellt, waren es 2013 noch 593 gezählte Anträge. Hier bestätigen sich die Zahlen des Bundestrends, nämlich eine Abnahme zum Vorjahr um 4,2 Prozent“, erklärte Lauer. Das seien in beiden Fällen die niedrigsten Antragszahlen, die je in einem dritten Quartal seit dem Anfang der Aufzeichnung des regionalen Schuldner- und Insolvenzgeschehens 2006 notiert worden seien.

Insgesamt habe sich die wirtschaftliche Lage bei Deutschlands mittelständischen Unternehmen im zweiten Halbjahr 2013 erholt, so die Creditreform weiter. Der Geschäftsklimaindex sei um gut sechs Prozent gestiegen (2013: 29,0 Punkte; 2012: 22,7 Punkte). „Mit dieser Marke wird zwar nicht der Höchststand erreicht, immerhin aber der drittbeste Wert in der letzten Dekade“, heißt es.

al

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