Weniger Lehrverträge in Offenbach

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Offenbach/Frankfurt - Trotz einer gestiegenen Zahl von Lehrenstellen sind im vergangenen Jahr in Stadt und Kreis Offenbach weniger Ausbildungsverträge unterschrieben worden.

In der Region seien 1 511 Lehrverträge unterzeichnet worden, sagte Friedrich Rixecker, bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach Geschäftsführer für den Bereich Aus- und Weiterbildung, gestern unserer Zeitung. Dies sei ein Rückgang um zwei Prozent. Die Unternehmen hätten 1 562 Ausbildungsplätze angeboten, eine Steigerung um mehr als zwölf Prozent. Es werde immer schwerer, Stellen qualifiziert zu besetzen, erklärte Rixecker. 87 Ausbildungsplätze seien nicht besetzt worden. 83 Bewerber hätten keine Lehrstelle gefunden, berichtete der Geschäftsführer weiter.

Die IHK Frankfurt erwartet trotz der zurückhaltenden konjunkturellen Entwicklung auch für das Jahr 2013 wieder einen Überhang an Ausbildungsplätzen. Während in Hessen die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im vergangenen Jahr um knapp ein Prozent zurückging, stieg die Anzahl der neuen Verträge im IHK-Bezirk Frankfurt um 1,7 Prozent auf 1 363. „Wir gehen davon aus, dass sich dieser positive Trend fortsetzt“, erklärte Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt. Im Jahr 2012 absolvierten den Angaben zufolge insgesamt 14 621 Menschen eine Ausbildung bei 3 174 IHK-Unternehmen.

Der Bezirk sei „definitiv ein Magnet für junge Menschen von außerhalb“, berichtete er weiter. Immerhin wohne weniger als die Hälfte der Auszubildenden aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im IHK-Bezirk. Nur ein Drittel der Azubis, die im Stadtgebiet bei IHK-Unternehmen ihre Lehre absolvierten, komme aus Frankfurt, erklärte Müller.

ku

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