Mängelmelder hat sich aus Sicht der Stadt bewährt

Wenn Schlaglöcher und Abfall nerven

Offenbach - Ein Schlagloch, Müll oder Graffiti: Wer schnell etwas melden möchte, kann dies mit dem Mängelmelder bequem online erledigen. 809 Meldungen gingen im vergangenen Jahr über diesen Weg beim zuständigen Ordnungsamt ein, teilt die Stadt mit.

„Das waren zwar mehr als 2014, aber in Summe nur ein Bruchteil der tatsächlichen Beschwerden“, berichtet Ordnungsamtleiter Peter Weigand. Insgesamt 4204 Meldungen nahmen er und sein Team 2015 telefonisch, per Mail oder eben via Mängelmelder entgegen, daraus ergaben sich 8230 Zuständigkeiten unterschiedlichster Ämter und Einrichtungen: So kümmert sich beispielsweise der stadteigene Entsorgungsbetrieb ESO um wilden Müll oder Herbstlaub, auch Straßenschäden gehören in dessen Verantwortungsbereich. Bei illegal entsorgten Autowracks kommt die Polizei dazu und wenn die Straßenbeleuchtung nicht richtig funktioniert, ist die Energieversorgung EVO gefragt.

Das Ordnungsamt ist als erster Ansprechpartner immer involviert. „Selber aktiv werden wir“, erklärt Weigand, „beispielsweise bei sogenannten gefährlichen Zuständen wie losen Dachziegeln oder einer kaputten Regenrinne, die bei Minusgraden zu gefährlichen Vereisungen des Gehwegs führen kann.“ Der seit April 2013 genutzte Mängelmelder erfasst die Meldung und leitet sie nach einer schnellen Plausibilitätsprüfung an das Ordnungsamt der Stadt weiter. Hier wird die Zuständigkeit geprüft und je nach Art und Umfang der Beschwerde schnell eine Lösung gefunden. 583 der 2015 aufgegebenen Meldungen waren zum Jahresende gelöst. Illegal abgekippter Müll und Verunreinigungen machten 2015 mit 70 Prozent den größten Teil der Meldungen aus, knapp ein Viertel der Meldungen betraf Schäden im öffentlichen Raum und nur acht Prozent die Kategorie „Öffentliches Grün und Spielplätze“.

So entsteht ein Schlagloch

www.offenbach.de/maengelmelder

Der Mängelmelder ist ein gutes Werkzeug, so Weigand. Denn, wenn die Eingabe mit einem mobilen Endgerät erfolgt, „liefert er uns die Geodaten gleich mit und wir müssen nicht lange auf die Suche gehen.“

Rubriklistenbild: © dpa

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