So werden Betrüger ausgebremst

Offenbach (psh) ‐ Nichts Böses ahnend, sitzen die Opfer einer erneut in und um Offenbach grassierenden Betrugsmasche vor dem Computer. So ist auch Sven N. fast auf Internet-Kriminelle reingefallen.

Der Mann aus der Region wollte sein altes Auto verkaufen, schnell meldete sich ein Interessent (es war der einzige) per Mail. Der Kauf wird sofort zugesagt. Doch der „Käufer“ schickt ihm statt Geld einen Scheck mit einem viel zu hohen Betrag. Wenig später bittet er den Verkäufer, das vermeintliche Versehen rückgängig zu machen und den Fehlbetrag auf ein Konto - in vielen Fällen im Ausland - zu überweisen. Erst Tage oder Wochen nach der Transaktion stellt der Verkäufer fest, dass er hereingelegt wurde: Der Scheck war gefälscht. Der „Angeschmierte“ blieb auf mehreren tausend Euro Schaden sitzen.

Es sind Fälle dieser Art, die derzeit bei den Beamten des Offenbacher Betrugskommissariates für Unruhe sorgen. Die Täter arbeiteten sowohl im Internet über Versteigerungsplattformen als auch über klassische Anzeigen. Im Kreisgebiet hat die Polizei über das telefonische Ringmastersystem vor der Masche gewarnt, angeschlossene Teilnehmer sind somit schon informiert. Die Täter seien nur sehr schwer zu stellen.

Tipps der Polizei:

  • Misstrauen ist immer dann berechtigt, wenn ein offensichtlich nicht marktgerechter Preis gezahlt wird, wenn der angebliche Käufer die Summe ohne großes Zögern akzeptiert.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Käufer die Ware mit einem Scheck begleichen wollen; erst recht, wenn dieser überzeichnet ist. Gehen Sie auf solche Angebote nicht ein, überweisen Sie kein „überschüssiges“ Geld!
  • Wer Zweifel bei einem Geschäft hat, sollte sich mit Nachdruck bei seiner Bank erkundigen. Vor allem wird zur Meldung an die örtliche Polizeidienststelle geraten; dort wird dann von Fachleuten recherchiert.

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