Wettbewerb für Bürgerbrunnen

Im Jahr 2014 soll er sprudeln

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Der Bürgerbrunnen könnte eine markante Position in der Mitte des Wilhelmsplatzes einnehmen.

Offenbach - Der offizielle Auslober gibt schon mal ein ehrgeiziges Ziel vor. „Ich bin mir sicher, dass der Bürgerbrunnen 2014 sprudeln wird“, sagt ein optimistischer Winfried Männche.

Der Chef der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach verantwortet in seiner Funktion als Vorsitzender der Bürgerstiftung Offenbach das anspruchsvolle Projekt, auf dem Wilhelmsplatz mit dem Geld von Bürgern ein Symbol für deren Engagement für ihre Stadt zu errichten.

Die Stiftung vertritt eine Gruppe namhafter Offenbacher Initiatoren. Das Vorhaben passt zu ihrer selbst gestellten Aufgabe: Dinge zu fördern oder möglich zu machen, für die in öffentlichen Haushalten keine Mittel zur Verfügung stehen.

Architekten, Designer und Künstler gesucht

Architekten, Designer und Künstler sind seit Oktober aufgerufen, ihre Vorstellungen vom neuen Wahrzeichen für den „markantesten und schönsten Stadtplatz Offenbachs“ einzureichen. Die Bürgerstiftung und der Deutsche Designer-Club haben dazu einen „offenen interdisziplinären Realisierungswettbewerb“ ausgeschrieben.

Winfried Männche ist mit der ersten Resonanz zufrieden: Bislang haben acht Büros ihr Interesse angemeldet. Bis zum 31. Januar können ihre und weitere Vorschläge eingereicht werden.

Zeichen der Identifikation der Offenbacher mit ihrer Stadt

Der Bürgerbrunnen soll ein Zeichen der Identifikation der Offenbacher mit ihrer Stadt sein. Die Initiatoren wünschen sich einen beliebten Treffpunkt für alle. Er soll ein gutes Beispiel zeitloser Stadtgestaltung sein, das eigenständig und dominant in seiner Erscheinung ist und den Ansprüchen guten Designs genügt. Der Brunnen soll bei Tag und bei Nacht weithin sichtbar und sympathisch auffallend sein, ein Lichtblick eben.

Drei Preise werden vergeben. Der erste ist mit 5000 Euro, der zweite mit 3000 Euro und der dritte mit 2000 Euro dotiert. Dieser Wettbewerb hat hochoffizielle Weihen, wurde vom Landeswettbewerbs- und Vergabeausschuss der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen geprüft und freigegeben. Teilnahmeberechtigt sind Brunnen-Gestalter, die ihren Wohnsitz im Bundesland Hessen haben.

Das anschließende Verfahren wird anonym sein und sich allein auf die eingereichten Modelle und Kalkulationen beziehen. Im Februar entscheidet ein 16-köpfiges Preisgericht aus acht Offenbachern und acht Fachleuten.

Unsere Zeitung sucht die Laien

Unsere Zeitung sucht die Laien: Wer über die Entwürfe mit befinden möchte, kann sich melden – per E-Mail unter sekretariat.red@op-online; per Fax unter 85008-298; auf dem Postweg an die Adresse Offenbach-Post, Stadtredaktion, 63071 Offenbach, Waldstraße 226. Willkommen unter dem Stichwort „Bürgerbrunnen“ sind ein paar Sätze, warum man beim künftigen Wilhelmsplatz-Wahrzeichen mitbestimmen möchte. Über die Aufnahme in die Jury entscheidet die Stadtredaktion.

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Von Offenbachern für ihr Offenbach

Der Bürgerbrunnen wird kein finanzieller Fall für eine bitterarme Stadt. Die Preise sind gestiftet, von unserer Mediengruppe, der Nassauischen Heimstätte und von Friseur Karl-Heinz Harwarth. Die Bürgerstiftung übernimmt sämtliche Verwaltungskosten. Das Geld für den Brunnen selbst sollen die Bürger aufbringen. Männche rechnet mit einer höheren sechsstelligen Summe, die erforderlich sein wird. Schon jetzt sei das Interesse vielversprechend: „Ich höre immer wieder, dass viele Offenbacher bereit seien, sich mit ordentlichen Beträgen einzubringen.“

Sie müssen sich indes gedulden und dürfen ihr Geld noch eine Weile behalten: Direkt um (mit Bescheinigungen der Bürgerstiftung steuerlich relevante) Spenden gebeten wird erst, wenn Anfang des kommenden Jahres das zur Realisierung ausgewählte Modell vorgestellt werden kann. Architekten, Künstler und Designer, die sich beteiligen möchten, finden die Ausschreibung im Internet unter der Adresse www.buergerstiftung-offenbach.de.

tk

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