Wetterphänomen Nebel

Unterschätzte Gefahr: Jährlich sterben 20 Menschen durch Nebel

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Bei Nebel nimmt die Sichtweite deutlich ab.  

Nebel gehört zum Herbst. Doch Vorsicht: Wenn die Sichtweite plötzlich auf nahezu null sinkt, wird es für Autofahrer brenzlig. 

Offenbach - Das gehört zu unserem romantischen Bild vom Herbst: Die Blätter der Bäume verfärben sich goldgelb oder rot, Zugvögel sammeln sich am Himmel und Nebel senkt sich über die Felder.

Doch gerade der Nebel ist ein sehr gefährliches Wetterphänomen und wird häufig unterschätzt: Allein in den Jahren 2011 bis 2018 gab es laut Polizei mindestens 4579 Verkehrsunfälle, bei denen Nebel eine Rolle gespielt hat. 4926 Personen wurden dabei verletzt, 155 kamen ums Leben. Das sind rund 20 Tote pro Jahr – durch Nebel.

Nebel ist für Auto- oder Motorradfahrer eine sehr große Gefahr

Gerade für Auto- oder Motorradfahrer sind plötzlich auftauchende Nebelfelder eine sehr große Gefahr: Die Sichtweise kann urplötzlich auf nahezu null sinken. Wenn beispielsweise ein Autofahrer auf einer Landstraße bei Tempo 100 km/h in eine Nebelbank fährt und nicht sofort bremst, ist er hunderte Meter im Blindflug unterwegs.

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Das Abblendlicht hilft vielleicht, etwas früher von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt zu werden. Doch die Sicht wird durch das zusätzliche Licht nicht gravierend besser. Beim Einsatz des Fernlichts etwa wird das Licht in den feinen Wassertröpfchen reflektiert – und der Autofahrer blendet sich selbst.

Nebel im Taunus: Gefahr für Autofahrer.

Wie kommt es zu Nebel?

Im Herbst werden die Tage kürzer und die Nächte länger. Wenn in einer Hochdrucklage dann der Himmel nur gering bewölkt oder klar ist, kann sich die Luft in der Nacht sehr stark abkühlen und unter den sogenannten Taupunkt fallen. Bei dieser Temperatur beginnt der Wasserdampf, der in der Luft enthalten ist, zu kondensieren. Es bilden sich Nebeltröpfchen oder Tau, der sich zum Beispiel auf Wiesen niederschlägt.

Wenn die Sicht durch die Nebeltröpfchen getrübt wird, spricht man zunächst von Dunst, bei Sichtweiten unter einem Kilometer handelt es sich um Nebel. Doch die Sichtweite kann schnell auch noch deutlich weiter sinken. Und spätestens dann muss es für Autofahrer heißen: Fuß vom Gas!

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