Bilanz nach Tief „Ruzica“

Kritik an Sturmwarnung: Wetterdienst verteidigt Entscheidung

+

Offenbach/Essen - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zieht nach Kritik an seinen Sturmwarnungen für Rosenmontag Bilanz. Die Warnungen aus Offenbach vor dem Sturmtief „Ruzica“ hatten zur Absage großer Karnevalsumzüge etwa in Mainz geführt.

„Die Warnungen waren völlig gerechtfertigt“, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich gestern. Er gab aber auch zu: „Man kann nicht punktgenau vorhersagen, wo und wann genau Böen auftreten. “ Am Vorabend könne man lediglich das Risiko abschätzen und eine Wahrscheinlichkeit nennen. Die Warnungen – „Wetterwarnungen, keine Unwetterwarnungen“ – seien völlig korrekt gewesen, sagte Friedrich. Spitzenreiter bei den Windgeschwindigkeiten am Rosenmontag war laut DWD Trier mit 100 Kilometern pro Stunde. „Das entspricht Windstärke zehn und schweren Sturmböen.“ Fast gleichauf lag Aachen mit 99 Kilometern pro Stunde. Danach folgte Düsseldorf mit 91 Kilometern pro Stunde. In Mainz waren es 78 km/h, das entspricht Windstärke neun. In Köln blies der Wind mit 75 Kilometern pro Stunde.

„Die Kölner haben Glück gehabt“, hatte ein DWD-Meteorologe gesagt. Anders als in Düsseldorf war der Rosenmontagszug in Köln nicht abgesagt worden. „Sicherlich gab es Regionen, die von dem Sturm mehr oder weniger verschont blieben“, schreibt Adrian Leyser auf der DWD-Homepage, „aber die Messwerte zeigen eindrücklich, welches Potenzial die Wetterlage hinsichtlich hoher Windgeschwindigkeiten hatte und wie dieses Potenzial regional auch umgesetzt wurde.“ (dpa)

Fastnachtsumzug durch Frankfurt: Bilder

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare