Wetterpark-Besucherzentrum

Nicht verlustfrei umkehrbar

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Der Wetterpark auf dem Buchhügel soll sich auch dank eines Informationszentrums zum Magneten entwickeln.

Offenbach - Für das Wetterpark-Besucherzentrum sind schon viele Pflöcke eingerammt. Voraussichtliche Gesamtkosten liegen bei zirka 1,2 Millionen Euro. Von Thomas Kirstein 

Die CDU wird nicht müde, gegen das geplante Besucherzentrum für den Wetterpark zu schießen; Die Dimensionen und die damit verbundenen Kosten stören die größte Fraktion im Stadtparlament. Sturmreif wird die Opposition das Projekt allerdings kaum kriegen: Dazu sind bereits viel zu viele Pflöcke eingerammt – Beschlüsse im Parlament verabschiedet, Verträge mit Partnern unterzeichnet, Aufträge erteilt. Zu Letzteren gehört der bereits im Oktober einem Generalunternehmer überantwortete Bau des eigentlichen Gebäudes.

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Wie Offenbachs Sprecher Matthias Müller in seiner Funktion als Chef der Offenbacher Stadtinformations-GmbH, die diese Anlage betreiben soll, erklärt, sind bereits erhebliche, nicht mehr rückholbare Kosten entstanden: etwa für Planung und Architektur, Bodengutachten, Kampfmittelräumdienst, Baugenehmigung, die bisherige Leistung des Bauunternehmens, Honorare bei der stadteigenen Offenbacher Projektentwicklungs-Gesellschaft. Da ist wohl nichts mehr ohne große Verluste umkehrbar. Zudem hätte bei einem Ausstieg die bereits verpflichtete Partnerfirma ein Anrecht auf Entschädigung. Jüngere Ausschreibungen betreffen das Innenleben des Zentrums – es geht vornehmlich um Vitrinen, Wandbilder und Medientechnik.

Führung durch den Wetterpark

Die Opposition kritisiert wiederholt, dass Geld ausgegeben werde, das die Stadt noch nicht habe. Formal richtig: Aber es bestehen Verträge mit dem Land Hessen, dass mit oder ohne Bau des Polizeipräsidiums auf dem von der Stadt freigemachten Buchhügel Mittel fließen, aus denen die Stadt über ihre Stadtwerke das Besucherzentrum bezahlen will. Bisherige Angaben über die voraussichtlichen Kosten sind indes zu korrigieren: 300.000 Euro, die der Regionalpark zuschießt, sind nicht etwa von den 900.000 Euro Baukosten abzuziehen, sondern als Beitrag für Innenausstattung zu addieren. Somit verschlingt das Projekt mindestens 1,2 Millionen Euro.

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