Interesse ist gewachsen

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Der meteorologische Gartenim Wetterpark.

Offenbach - Der Haushalt ist leer, die Stadt kurz vor der Pleite, entsprechend kritisiert die politische Opposition, darunter das Land Hessen, „unnötige Investitionen“. Zu diesen zählt sie auch das geplante Besucherzentrum am Wetterpark und den Klimapfad. 

Die Stadt wehrt sich mit einer positiven Jahresbilanz. Um den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, verweist das städtische Presseamt auf eine erfolgreiche Jahresbilanz des Wetterparks. Von Fabian El Cheikh Offenbach - Der Haushalt ist leer, die Stadt kurz vor der Pleite, entsprechend kritisiert die politische Opposition, darunter das Land Hessen, „unnötige Investitionen“. Zu diesen zählt sie auch das geplante Besucherzentrum am Wetterpark und den Klimapfad. Die Stadt wehrt sich mit einer positiven Jahresbilanz.

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So suchten an der Buchhügelallee im ablaufenden Jahr 309 Gruppen mit 4602 Teilnehmern Antworten auf Fragen wie „Welche Form hat ein Regentropfen?“, „Wie schwer ist Luft?“ oder „Was verraten Wolken über das Wetter?“. Für Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD), gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Offenbacher Stadtinformation (OSG), die Führungen anbietet, ist der Wetterpark ein „Besuchermagnet, weil er Fachlichkeit mit Erlebnis verbindet“. Das Interesse an Wetterphänomenen habe gegenüber den Vorjahren zugenommen. Gerade für Schulklassen ergänze eine Tour durch den Park anschaulich den Unterricht.

Im Jahr 2011 buchten Gruppen 288 Führungen mit 4538 Teilnehmern (2010: 300 Führungen mit 4487 Gästen). Nach Schätzungen der Stadt kamen 2012 zusätzlich 25.000 Menschen als Einzelbesucher oder in nicht von der OSG organisierten Gruppen in den Wetterpark. Die OSG hat vor drei Jahren das Besuchermanagement übernommen. Seitdem ist die Zahl der geführten Gruppen deutlich gestiegen. Beliebtester Monat war der Juni mit 65 Touren. Die Nachfrage für diesen Zeitraum sei deutlich höher gewesen. „Leider“, so OSG-Geschäftsführer Matthias Müller, „konnten wir nicht alle gewünschten Termine ermöglichen.“ Das geplante Besucherzentrum soll aber die Kapazitäten deutlich erhöhen.

Die zehn im Jahr 2012 eingesetzten Wetterparkführer sind überwiegend Beschäftigte des Wetterdienstes und ehrenamtlich tätig. 80 Prozent der organisierten Touren werden aus der Region Rhein-Main gebucht. Aus Offenbach kommen 20 Prozent der Gäste. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer melden sich von Schulen aus an. Der Wetterpark wurde 2005 eröffnet, die Kosten von etwa 400.000 Euro hatte überwiegend der Planungsverband übernommen. Das dort geplante Besucherzentrum soll 935.000 Euro kosten, der Klimapfad selbst schlug bereits mit 150.000 Euro zu Buche. Schneider: „Zusammen mit dem Klimapfad am Main wird unsere Kompetenz für Umweltschutz und Klima noch stärker sichtbar, werden weitere Besucher nach Offenbach ziehen.“

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