Sportzentrum firmiert ab sofort unter neuem Namen

Wiener Ring wird zum Sana-Sportpark

Offenbach - Seit Tagen war er das bestgehütete Geheimnis Offenbachs – der neue Name für das Sportzentrum Wiener Ring. Wer ihn dennoch erfuhr, wie die Redaktion, der musste hoch und heilig versprechen, ihn nicht zu verraten. Jetzt ist er offiziell raus: Sana-Sportpark. Von Markus Terharn

Sportlich mit Schild: Geschäftsführer Sascha John, die Chefärzte Professor Dr. Harald Klepzig sowie Dr. Richard Martin Sellei und Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Lemke (von links).

Sana-Klinikum und Sport: Das passt! So der einhellige Tenor der Vertreter von Stadt und Krankenhaus gestern bei der Enthüllung des ersten (symbolischen) Schildes. Das Logo soll an verschiedenen Stellen der Sportanlage gut sichtbar angebracht werden. Dies lässt sich der Gesundheitskonzern nach Angaben des Geschäftsführers Sascha John jährlich einen niedrigen fünfstelligen Betrag kosten. Abgeschlossen ist der Vertrag vorerst auf sieben Jahre, eine Verlängerung ist möglich. Nicht der monetäre Aspekt habe den Ausschlag für Sana gegeben, sagte Andreas Herzog. Der Geschäftsführer der städtischen Sport- und Freizeit-Gesellschaft Offenbach (SFO) will das Geld gezielt für die Entwicklung des Sportareals einsetzen. So fehlt es bislang an Geld für die Umwandlung eines Platzes in ein Kunstrasenfeld oder für die Sanierung der Tartanbahn. „Es geht aber auch darum, es wirtschaftlich zu betreiben“, unterstrich Herzog.

Oberbürgermeister Horst Schneider erinnerte an die Vergangenheit des Orts – erst Tambourbad, danach Brache und Filmdrehort, seit sechs Jahren Sportzentrum. Und Bürgermeister Peter Schneider freute sich gar doppelt – als Klinik- sowie als früherer Sportdezernent. Vier Sana-Vertreter hoben die Bedeutung des Sports für die Gesundheit hervor; neben John auch der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Lemke, der stellvertretende Ärztliche Direktor Professor Dr. Harald Klepzig als Herz-Kreislauf-Spezialist und Chefarzt Dr. Richard Martin Sellei als Unfall- und orthopädischer Chirurg. Sie wollen den Sana-Sportpark auch für eigene Veranstaltungen nutzen. Sonst nutzen ihn OFC und SG Wiking mit 27 Jugendmannschaften und die Leichtathletikgemeinschaft. Auf zwölf Hektar gibt es zwei Kunstrasenplätze mit Flutlicht, zwei Rasenplätze und einen Hartplatz. Die Zuschauerkapazität liegt bei 2500.

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Herzog konnte auch gleich das erste Glanzlicht verkünden: Am Freitag, 24. Juli, 19 Uhr, spielt die Regionalligamannschaft der Offenbacher Kickers gegen Spaniens Zweitligisten RCD Mallorca. Erste Eintrittskarten verteilte er an die Offiziellen.

Keine glücklichen Gesichter schnitten zwei Nachbarinnen. Erika Calchera und Monika Hildmann waren gekommen, um ihrem Unmut über die Lärmbelastung ihrer Häuser an Tambour- und Heusenstammer Weg Luft zu machen. „Der Sport ist nicht das Problem“, betonte Hildmann, „vielmehr die kommerziellen Veranstaltungen am Abend mit Musik und Lautsprecherdurchsagen.“

Sie hätten bereits zahlreiche Briefe geschrieben, ergänzte Calchera, „bisher vergeblich“. Beider Vorschlag: „Kann man so etwas nicht auf den Plätzen hinter dem Stadion Bieberer Berg veranstalten? Da stört es niemanden!“

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