Standsicherheit der Bäume ist nicht mehr gegeben

Am Wilhelmsplatz fallen weitere Kastanien

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Offenbach - Der traditionelle Baumbestand des Wilhelmsplatzes lichtet sich weiter. Wie Stadtsprecher Matthias Müller Befürchtungen von Anliegern bestätigt, fallen Anfang 2014 drei weitere Kastanien.

Während Nachbarn eine übereilte Reaktion mutmaßen, besteht für Experten aus Sicherheitsgründen keine Alternative. Die drei Bäume seien innen total faul; ihre Standsicherheit sei nicht mehr gegeben; es bestehe die Gefahr, dass Passanten verletzt würden, wofür die zuständigen Stadtbediensteten persönlich haftbar gemacht werden könnten.

Laut Müller ist jahrelang versucht worden, die Schäden zu heilen. Nun gestatte der Zustand der Bäume keinen weiteren Aufschub. Die den Wilhelmsplatz prägend umgebenden Kastanien sind teils älter als 70 Jahre und gelten damit ohnehin als in einem kritischen Alter. Zudem setzen ihnen Luftverschmutzung, Verkehr und im Zuge der Klimaerwärmung aus südlichen Gefilden eingewanderte Schädlinge zu. Um sie vor vermeidbaren Belastungen zu schützen, wurden Metallbügel angebracht, die parkende Autos von den Wurzeln fernhalten sollen. Momentan wird mit verschiedenen Bewässerungssystemen experimentiert. Die Anwohner des Wilhelmsplatzes sind bezüglich der Bäume besonders sensibilisiert, seit welche im südlichen Teil quasi in einer Nacht-und-Nebel-Aktion umgelegt wurden. Die Begründung, ein Teil davon sei krank gewesen, wird immer noch nicht akzeptiert.

Weihnachtsmarkt in Offenbach

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Ersatzpflanzungen sind vorgesehen. Indes ist bislang keine Entscheidung gefallen, welche Sorten für die problematische Innenstadt geeignet wären. Deswegen ist auch ein vor Monaten gefällter Baum noch nicht ersetzt. Eine Arbeitsgruppe aus Experten und Angehörigen mehrerer Ämter ist mit der Suche nach widerstandsfähigen Pflanzen betraut. Eins steht bereits fest: Die lieb gewonnenen Rosskastanien werden es nicht sein.

tk

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