SPD will im Stadion-Streit vermitteln

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In der Diskussion um den Neubau eines Stadions für den OFC sieht sich die SPD in der Rolle des Vermittlers.

Offenbach - (mad) In der Diskussion um den Neubau eines Stadions für den OFC sieht sich die SPD in der Rolle des Vermittlers. Die Sozialdemokraten mahnen, Projekte unterschiedlicher Stadtteile nicht gegeneinander auszuspielen.

Sie reagieren damit auf die heftige Kritik des Sprechers der „Bürgerinitiative östliche Innenstadt“, Peter Ambros, am geplanten Stadionneubau. Ambros hatte in seiner provokanten Stellungnahme unter anderem daran gezweifelt, dass „ein drittklassiger Fußballverein einen Imagegewinn für die Stadt darstellt“. Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, das Geld in andere städtische Projekte zu stecken.

Derzeit bestehe die wohl einmalige Chance, Fördergelder für den Neubau eines Stadions vom Land zu erhalten, so SPD-Fraktionschef Stephan Färber. Das vorgelegte Finanzierungskonzept sei hervorragend ausgearbeitet worden, deshalb habe die SPD auch die letzten Skeptiker in der Koalition letztlich von dem Projekt überzeugen können. Eine Kostenexplosion, wie von Ambros befürchtet, sei mehr als unwahrscheinlich: „Es ist sehr konservativ kalkuliert worden“ meint Färber.

Der OFC und das Stadion seien zudem als Standortfaktoren für Offenbach nicht zu unterschätzen. Für sehr viele Bürgerinnen und Bürger gehöre der OFC zur „Seele ihrer Stadt“, viele begründeten ein Stück ihres „Offenbacher Selbstbewusstseins“ aus ihr. „Und stolze Offenbacher tragen zu einem positiven Image unserer Stadt bei“, ist sich Färber sicher.

Außerdem zeige das „Sportzentrum Wiener Ring“, das unweit des Stadions entsteht, dass nicht nur an den Profifußball gedacht werde. Auch Offenbacher Vereine erhalten dort neue Trainingsflächen und Vereinsheime - insgesamt werden 28 Jugendmannschaften auf dem Gelände trainieren können, gibt der Fraktionsvorsitzende zu bedenken.

Wir laden Herrn Ambros und die Bürgerinitiative gerne zu einer Fraktionssitzung ein, um noch einmal persönlich mit ihnen über ihren Standpunkt zu diskutieren“ schlägt Färber vor. Dabei könne man sich auch mit den Vorschlägen des BI-Sprechers zur östlichen Innenstadt auseinander setzen.

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