Winter sorgt für Anstieg der Arbeitslosigkeit

Nürnberg/Frankfurt/Offenbach (dpa/ku) - Frostige Temperaturen haben die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Januar zum Vormonat um 302.000 auf 3,082 Millionen steigen lassen. Mehr Betroffene gibt es auch in Hessen und Offenbach.

Das waren zugleich aber 264.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern in Nürnberg mitteilte. Damit überschritt die Zahl der Erwerbslosen im Januar zum ersten Mal seit neun Monaten wieder die psychologisch wichtige Drei-Millionen-Marke. Die Arbeitslosenquote stieg verglichen mit dem Vormonat um 0,7 Punkte auf 7,3 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,9 Prozent gelegen.

Der Winter hat auch den hessischen Arbeitsmarkt erreicht: Mit 185 135 arbeitslosen Frauen und Männer meldete die Regionaldirektion der BA einen Anstieg um 15 860 im Vergleich zum Vormonat. Der Zuwachs fiel zwar stärker aus als erwartet, dennoch war es der niedrigste Januarwert seit 1993. „Natürlich hatten wir gehofft, dass der fehlende Wintereinbruch die Arbeitsmarktzahlen im Januar nur schwächer ansteigen lässt. Leider hat sich diese Hoffnung nicht bewahrheitet“, erklärte Direktionschef Frank Martin. Die Arbeitslosenquote kletterte im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf 5,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch 6,5 Prozent betragen.

Hoffnung auf bessere Zahlen bewahrheitet sich nicht

Auch im Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach ist die Erwerbslosigkeit im Januar gestiegen. 13.092 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 814 Betroffene mehr als im Dezember, teilte die Agentur mit. Daraus habe sich eine Arbeitslosenquote von 7,5 Prozent gegenüber 8,3 Prozent im Januar 2011 ergeben. Gegenüber dem Vorjahresmonat sei die Arbeitslosigkeit um 1 309 Personen oder 9,1 Prozent zurückgegangen.

Im Bezirk der Hauptagentur, zuständig für die Stadt, seien im Januar 6 477 Arbeitslose registriert worden, 5,4 Prozent mehr als im Dezember und 4,4 Prozent weniger als im Januar 2011, erläuterte die Arbeitsagentur. Die Arbeitslosenquote sei auf 10,6 Prozent gestiegen. In der Geschäftsstelle Rodgau, zuständig für Rodgau, Rödermark, Dietzenbach und Heusenstamm, seien 3 956 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet gewesen. Daraus habe sich gegenüber Dezember ein Plus von 6,7 Prozent und gegenüber Januar 2011 ein Minus von 11,3 Prozent ergeben, hieß es. Die Arbeitslosenquote habe bei 6,3 Prozent gelegen. Mit 2 659 Menschen sei die Arbeitslosenquote im Bezirk der Geschäftsstelle Seligenstadt, zuständig für Seligenstadt, Hainburg, Mainhausen, Mühlheim und Obertshausen, auf 5,2 Prozent gestiegen. Gegenüber Dezember sei ein Anstieg von 9,6 Prozent registriert worden. Im Vergleich zum Januar 2011 habe sich ein Rückgang von 16 Prozent ergeben.

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