„Wir wollen wachsen - in allen Segmenten“

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Die Commerzbank Offenbach hat nach den Worten von Johannes Graband die Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise bisher gemeistert.

Offenbach - Die Commerzbank Offenbach hat nach den Worten von Johannes Graband die Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise bisher gemeistert. Von einer Kreditklemme könne im Moment keine Rede sein, sagte der Leiter der Regionalfiliale unserer Zeitung in Offenbach. Von Marc Kuhn

In den ersten vier Monaten des Jahres seien sogar mehr Kredite an Unternehmen vergeben worden.  Die inhabergeführten Mittelständler in der Region seien gut aufgestellt, berichtete Graband. Er mahnte aber: „Es liegen noch schwere Monate vor uns.“

Im vergangenen Jahr habe die Commerzbank Offenbach ihr Firmenkundengeschäft um fünf Prozent ausgebaut, wie das Institut erklärte. Zehn Mitarbeiter würden mehr als 1 000 mittelständische Firmen mit einem Umsatz in Höhe von je über 2,5 Millionen Euro betreuen. 2008 seien mehr als 100 Kunden gewonnen worden.

Positiv sei auch die Entwicklung beim Geschäft mit Privatkunden und mit Unternehmen, deren Umsatz unter 2,5 Millionen Euro liege, erklärte der zuständige Regionalleiter Andreas Predmerski. Die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen hat im vergangenen Jahr um 17,4 Prozent zugelegt. Aber auch das Interesse an Konsumentenkrediten sei „deutlich gestiegen“, berichtete Predmerski. Das Geschäft mit Vorsorgeprodukten ist um fast 21 Prozent gewachsen. Dagegen sei das Wertpapiergeschäft angesichts der Turbulenzen an den Börsen schwierig geworden, erläuterte Predmerski. Die Risikoneigung der Kunden habe abgenommen. Die Sicherheit stehe bei der Geldanlage im Vordergrund.

Nach der nun abgeschlossenen Fusion mit der Dresdner Bank kümmert sich ein Team um die Integration der Filialen in der Region, wie Predmerski sagte. An sechs Standorten gebe es Niederlassungen beider Banken, in Seligenstadt und Dietzenbach nur Filialen der Dresdner Bank. An einigen Standorten könnte es auch künftig zwei Niederlassungen geben. Wichtig sei die Nähe zu den Kunden, erklärte Predmerski. „Wir wollen wachsen - in allen Segmenten“, fügte Graband hinzu. Die Integration der IT beider Häuser solle im dritten Quartal 2010 abgeschlossen sein, berichtete Sprecherin Marion Denner. Auf diese Weise werde sichergestellt, dass kein Kunde eine neue Kontonummer bekomme.

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