Wirte wollen wieder auf dem Wilhelmsplatz parken

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Autofrei sieht anders aus: Die Gastronomen am Wilhelmsplatz stören sich an den nach Marktschluss stehen gelassenen Verkaufswagen von Beschickern.

Offenbach ‐ Seit Freitagabend, dem ersten offiziell autofreien Tag auf der nördlichen Platzhälfte, grummeln wieder einige der Wilhelms-Gastronomen. Denn eins mussten sie lernen: Autofrei ist nicht gleich autofrei. Von Katharina Skalli

Zwar sind Parkplätze für zahlende Gäste zumindest im vorderen Teil gestrichen. Und dennoch schweifen die Blicke der Besucher, die sich freitags zum feierabendlichen Plausch bei Ebbelwoi oder Prosecco-Spritz auf Offenbachs Herzstück treffen, nicht ungestört über das neue Kopfsteinpflaster.

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Statt freie Sicht vom „Morleos“ zur Brasserie oder vom „Markthäuschen“ der Münchs zum Blumenladen „Mille Fiori“ zu genießen, blicken sie auf die abgestellten Wagen der Marktbeschicker. „Von wegen autofrei!“, ärgert sich Eric Münch. „Mit diesem Argument hat man uns die Parkplätze genommen“, sagt er. Münch und seine Mitstreiter fordern gleiches Recht für alle und wünschen sich, dass ihre Gäste Freitagsabends ebenfalls ihre Fahrzeuge auf dem Platz abstellen, sprich parken, können.

Stadtsprecher Matthias Müller macht den verärgerten Wirten indes keine Hoffnung auf eine solche Regelung. „Es ist zu schwierig, den Platz für ein oder zwei Tage zum Parken freizugeben“, sagt er.

Es gebe rund um das Thema Wilhelmsplatz verschiedene Interessen und Meinungen. „Dafür müssen wir einen Ausgleich finden.“

Schon zu Beginn der Umbaupläne waren einige Wirte gegen die Reduzierung der Parkplätze. Jetzt fühlen sie sich umso mehr betrogen.

Auch Annette Laier von der gleichnamigen Kaffeerösterei ärgert sich über die Verkehrs- und Parksituation. „Der Parkplatz ist schwer zugänglich“, sagt sie. Außerdem ändere sich die Lage täglich.

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