Wirtschaftsförderung der Nachbarstädte

Offenbach und Frankfurt vereinbaren enge Zusammenarbeit

Offenbach - Erfolgreiche Wirtschaftsförderung sei immer Teamwork, auch in Bezug auf Kommunen. Darin sind sich die in Offenbach und Frankfurt zuständigen Dezernenten einig.

Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) und Markus Frank (CDU) trafen sich erstmalig zum informellen Austausch.
Offenbach hat mit seinem von verschiedenen Akteuren entwickelten Masterplan einen Rahmen für die weitere Stadtentwicklung beschlossen. Ein wichtiger Fokus liegt auf der schnellen Antwort für Investoren, an welcher Stelle welche Entwicklung von der Stadt gewünscht ist – und vor allem wo Wirtschaft Vorrang vor Wohnen behält. Frankfurts Masterplan Industrie sieht ebenfalls eine zentrale Aufgabe in der Sicherung von attraktiven Gewerbe- und Industrieflächen. Allerdings ist noch zu erarbeiten, wie sich dieses Werk in das vom Planungsdezernat Frankfurt betriebene integrative Stadtentwicklungskonzept einfügt.

„Der Wirtschaftsdezernent von Offenbach ist da schon weiter“, scherzt Stadtrat Markus Frank, „denn seine Stadtplanung hat bei der Erstellung des Rahmenplans bereits mitgewirkt“. Die Wirtschaftsstrukturen beider Städte weisen Parallelen auf. Als „Herkulesaufgabe“ gilt den Dezernenten, „wichtige industrielle Player am Standort zu halten“.

In der Kreativwirtschaft sehen sie ein großes Potenzial; wichtig sei die Steigerung der Gründungsintensität im Umfeld einer bereits sehr aktiven Szene, betonen OB und Wirtschaftsdezernent.

Masterplan: Zehn Maßnahmenpakete

Jenseits der Gemeinsamkeiten unterscheiden sich die Blicke auf die Häfen. OB Schwenke sieht den seinen als Mischgebiet aus Dienstleistungsgewerbe und Wohnen am Fluss. So etwas kommt drüben nicht in Frage. Nach einem Beschluss bleibt dort der Hafen Hafen. „Ein wichtiger Garant unserer industriellen Zukunft“, erklärt Stadtrat Frank. „Die Sicherung unserer Industrieparks und Gewerbegebiete ist bedeutende Stellschraube für wirtschaftlichen Wohlstand.

Nach dem ersten Treffen wollen die zwei Wirtschaftspolitiker weiter eng zusammenarbeiten „und jenseits von Stadtgrenzen die Wirtschaftskraft des Ballungszentrums am Main stärken“. Das Wiedersehen findet dann bei vermutlich besserem Wetter und in exklusiverer Atmosphäre statt. Schwenke und Frank haben sich für März auf der Immobilienmesse in Cannes verabredet. (tk)

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