Wohin führt denn nun der Weg?

Offenbach (mk) - Es ist kaum zu glauben: Die angeblichen Animositäten diesseits und jenseits des Mains überdauern offenbar jeden demografischen Wandel. Die Frage ist doch: Gibt es noch den Offenbacher und den Frankfurter?

Wie auch immer: Es reicht jedenfalls zum frotzeln. In diese Kategorie fällt sicher die Häme über die etwas defensivere Fahrweise von Offenbachern im Hoheitsgebiet der Frankfurter Platzhirsche, die wieder einmal reflexartige Verbalattacken auslöste; sogar zu einem Fall für die Lokalpolitik genügte.

Zur Erinnerung: Der Frankfurter CDU-Politiker Helmut Heuserhatte im Boulevard-Blatt in der Rubrik „Was ich an Frankfurt hasse“ die Meinung kund getan, „dass die Offenbacher bei Regen nicht Auto fahren können und unsere (also die Frankfurter) Straßen blockieren“. Das bezeichnete sein Parteikollege, der Offenbacher CDU-Fraktionschef Peter Freier als „völlig unqualifiziert“. Die Aussage zeige, wie einige Frankfurter leider in uralten Denkstrukturen verhaftet sind. „Das bedauere ich ausdrücklich.“

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Es ist aber auch nicht immer einfach im Großstadtdschungel – weder in Frankfurt, noch in Offenbach oder sonst wo in der Republik. Das belegt unser Leser Günther Schickedanz, dem obiger Schnappschuss gelang (ausgerechnet in Frankfurt!): „In einer nicht vertrauten Stadt kommt es schon mal zu Irritationen“, sagt er. Nun müsse aber – zur Rettung Offenbacher Fahrkunst – gesagt werden: „Sie machen es uns aber auch nicht leicht, die Frankfurter“, so Schickedanz. „Bis zum jetzigen Zeitpunkt grüble ich darüber, warum ich, will ich links abbiegen, auf die rechte Spur muss, da es links ja nur geradeaus geht.“ In der Tat ist die Beschilderung, hier von unserem Mitarbeiter Alexander Ritter grafisch hervorgehoben, etwas irritierend; was aber ebenso verwirrend sicher auch in anderen Städten vorkommen könnte. Schilda ist bekanntlich nicht an Stadtgrenzen oder lokale Befindlichkeiten gebunden...

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