Mit Yoga gegen den Brustkrebs

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Brustkrebsfrüherkennung aktiv durch Yoga antreiben: Das Ziel verfolgen die Offenbacherinnen Ramona Lauer und Stefanie Ebenfeld. Am Sonntag soll sich bei „Yoga for the Cure“ bewegt und gleichzeitig Spenden gesammelt werden.

Offenbach - Am Sonntag startet eine Initiative zur Aufklärung über Brustkrebs, die es so noch nicht gegeben hat. Die Idee von „Yoga for the Cure“ stammt von Stefanie Ebenfeld und Ramona Lauer. Von Sabrina Kristen

Hintergrund: Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs – eine erschreckende Zahl. „Yoga stellt eine Hilfe dar, wenn man glaubt, alles bricht über einem zusammen“, so die Offenbacher Yoga-Lehrerin Stefanie Ebenfeld.

Die 44-Jährige spricht aus eigener Erfahrung – denn sie ist Anfang 2011 selbst erkrankt. „Nach dieser niederschmetternden Diagnose und anfänglichem Rückzug hat mir Yoga geholfen, wieder zurück in die Normalität zu finden“, berichtet Ebenfeld. Sie hat den Brustkrebs besiegt. Nun ist es für sie eine Herzensangelegenheit, Betroffenen zu helfen und auch gesunde Frauen für das Thema zu sensibilisieren. Dieses Ziel verfolgt Stefanie Ebenfeld gemeinsam mit Ramona Lauer, Inhaberin des Offenbacher Yoga-Ateliers „SamanaYoga“. „Leider ist es ja so, dass jeder unter seinen Verwandten oder im Bekanntenkreis eine betroffene Person hat“, erzählt Lauer.

Nach dem Vorbild des Benefizlaufs „Race for the Cure“ möchten sie und ihre Kollegin ebenso öffentlichkeitswirksam mit Yoga auf die Früherkennung von Brustkrebs aufmerksam machen. Am Sonntag bieten deutschlandweit 80 Studios kostenlos Yoga-Stunden an. Die Teilnehmer sind zum Spenden aufgerufen. Dabei werden die Einnahmen zu 100 Prozent an die Stiftung Susan G. Komen Deutschland weitergeleitet. Benannt wurde sie nach einer Amerikanerin, die Anfang der 80er Jahre im Alter von 36 Jahren an Brustkrebs starb.

Mittlerweile ist Susan G. Komen Deutschland eine der führenden Brustkrebsorganisationen weltweit. Die Spenden vom Aktionstag sollen das Projekt „Früherkennungsseminare in Unternehmen“ vorantreiben. Dabei sollen Frauen mit gezielter Aufklärungsarbeit etwa anhand eines Brustmodells umfassend am Arbeitsplatz informiert werden.

Ebenfeld und Lauer haben die Initiative „Yoga for the Cure“ nicht einmal in drei Monaten aus dem Nichts auf die Beine gestellt. „Unser großes Ziel am Anfang war es, dass wir 20 Studios zur Teilnahme bewegen können“, sagt Ramona Lauer. Jetzt sind es 80 Yogastätten, die sich am Sonntag beteiligen – ein Riesenerfolg, mit dem keine der beiden Frauen gerechnet hätte. „Es kommt noch besser“, sagt Stefanie Ebenfeld mit einem breiten Grinsen. „Für 2014 haben wir auf jeden Fall mindestens 100 Studios, die teilnehmen wollen.“ Das liegt daran, dass für einige Standorte der kurzfristige Termin nicht so schnell zu bewerkstelligen war. Durch persönliche Kontaktaufnahme per Mail oder Facebook haben die Yoga-Lehrerinnen auf ihre Initiative aufmerksam gemacht. „Das war natürlich schon viel Arbeit, alles in so kurzer Zeit hinzubekommen. Aber auch ein großer Spaß“, erzählt die Inhaberin von „SamanaYoga“.

Gefreut haben sich die beiden Frauen, dass sie durchweg positive Resonanzen erhalten haben. Zu „Yoga for the Cure“ am Sonntag erwartet die Teilnehmer im Atelier an der Geleitsstraße 68 drei Kurse verschiedener Ausrichtung. Einige Plätze für die Yoga-Stunde von 18 bis 19 Uhr sind noch frei (s 0163 5108252). Für die ersten beiden Kurse können keine Anmeldungen mehr entgegengenommen werden. Auch ältere Frauen und Yoga-Neulinge sind eingeladen.

„Yoga for the Cure“ soll künftig jedes Jahr immer am dritten Sonntag im Januar stattfinden, Infos im Internet.

Ramona Lauer und Stefanie Ebenfeld haben aber bereits konkrete Pläne, wie sie Brustkrebspatienten helfen können. So finden künftig das ganze Jahr über Workshops und Kurse ausschließlich für betroffene Frauen statt. Stefanie Ebenfeld weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es während der Behandlung ist, sich an einem neutralen Ort austauschen zu können. „Es ist einfach toll, wenn man sich mal außerhalb der Chemotherapie mit anderen unterhalten kann. Da ist gleich eine viel entspanntere und unbeschwertere Atmosphäre.“

Yoga für nachhaltigen Konsum

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