Wer zahlt für den Müllerweg?

Offenbach (tk) ‐ Die Stadtverordnetenversammlung hat einen Grundsatzbeschluss verabschiedet, nach dem der Müllerweg - die Zufahrt von der Waldstraße zur Arbeiterwohlfahrt - als auch von Lastwagen und Bussen gut befahrbare Straße ausgebaut werden soll.

Doch ist noch ungeklärt, ob die Arbeiterwohlfahrt als Nutznießerin Straßenbeiträge zahlen soll. Der Umbau des über Stadtgelände verlaufenden und auch Waldparkplätze erschließenden Wegs soll 347 000 Euro kosten. Anwohner des Wilhelmsplatzes, die für dessen Umbau zahlen sollen, fordern eine Gleichbehandlung und drohen mit juristischen Schritten. Grete Steiner (SPD) sagte, es gebe momentan keine Hinweise, dass die AWO zahlen müsse.

Ihr Fraktionskollege Erich Strüb meinte, da es um die dort betreuten Behinderten gehe, sei es unanständig, die AWO zur Kasse bitten zu wollen. Michael Weiland (CDU) warnte dagegen vor Schaffung eines Präzedenzfalls: Was, wenn andere Wirtschaftsunternehmen ebenfalls ihre Zufahrten ausgebaut bekommen wollten?

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