Zauberhafte Zahn-Zahlen

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Wer ordentlich putzt, kann beruhigt Platz nehmen. 12- bis 15-Jährige machen es vor. Ihre Zähne sind immer gepflegter.

Offenbach - Mit Fluoridierung und guter Vorsorge weist Offenbach heute 70 Prozent weniger Karies bei den 12-Jährigen nach als noch vor 15 Jahren. Von Katharina Skalli

Den Bericht zur Zahngesundheit präsentieren gestern Bürgermeisterin Birgit Simon, Dr. Andreas Prenosil, Leiter der Abteilung Zahnmedizin im Stadtgesundheitsamt, und Gudrun Schüler, stellvertretende Leiterin des Amtes. „Eine Erfolgsgeschichte“, sagt Birgit Simon. Legen sie doch Zahlen vor, die tatsächlich beachtlich erscheinen.

Zahlen statt Zähne heißt es für Andreas Prenosil, der die Ergebnisse der zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen der vergangenen 14 Jahre analysiert. „Wir haben enorme Fortschritte entdeckt“, so der Zahnarzt. Ausgewertet sind die Daten der Sechs-, Zwölf- und 15-Jährigen in den Schuljahren 1995/1996, 2000/2001 und 2008/2009.

Zwölfjährige haben heute im Durchschnitt etwa einen Zahn der kariös oder wegen Karies behandelt ist. Vor 14 Jahren waren es fast drei. Die Anzahl der kariesfreien Kinder habe sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt, so Prenosil.

Verfünffacht hat sich der Anteil der kariesfreien Kinder bei den Jugendlichen. Dank der guten Werte erfüllen die Offenbacher schon heute Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für 2020.

Die guten Ergebnisse schreiben Dr. Prenosil und seine vier Mitarbeiter vor allem den jahrelang konsequent angebotenen Maßnahmen zu. Einmal im Jahr packt der Zahnarzt seinen Kittel und das Zahnarztbesteck ein und besucht alle Grund-, Haupt- und Förderschulen, um in den Mundhöhlen nach dem Rechten zu sehen. Ergänzt wird das Prophylaxe-Programm durch Unterricht, regelmäßige Beratung und Einladungen in das Gesundheitsamt zum Projekttag: Zähne putzen, Zahnbeläge einfärben.

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