Zeigt her eure Krippen!

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Ob aus Stroh, aus Holz, Plastik oder Keramik, gekauft oder selbst gemacht: Anita Kremer hofft auf Vielfalt bei den Exponaten, die ihr für die weihnachtliche Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte zur Verfügung gestellt werden.

Offenbach - Trotz Lebkuchen und anderer Leckereien ist vielen noch wenig festlich zumute. Doch für Anita Kremer wird es höchste Zeit, um Leihgaben für die Weihnachtsausstellung zu bitten, die sie ehrenamtlich im Haus der Stadtgeschichte organisiert. Von Simone Weil

Mehr Informationen gibt‘s unter Tel.: 06106 4983.

Krippen sind es diesmal, die die Ausstellungsmacherin begehrt. Wer also ein schönes oder ungewöhnliches Stück hat, das er vorübergehend zur Verfügung stellen kann, sucht jetzt am besten schon mal auf dem Dachboden oder im Keller. Gekauft oder selbst gemacht - Holz, Stroh, Plastik Keramik: Gleichgültig, um welches Material es sich handelt, je unterschiedlicher die Darstellungen von Maria, Josef, Jesuskind und den Weisen aus dem Morgenland sind, desto interessanter sind sie für eine Präsentation im Museum.

Ziel für Spaziergang anbieten

Für die Zeit, aus der die Stücke stammen, gilt Ähnliches. Vielen Offenbachern ist Anita Kremer als Stadt- und Museumsführerin bekannt. Mit ihrer Initiative will sie die Weihnachtsausstellungen wiederbeleben, die es früher im Stadtmuseum am Dreieichring gab. Nun plant sie für die Zeit zwischen 6. Dezember und 10. Januar im Haus an der Herrnstraße 61 eine Präsentation mit Krippen. Auch die Geschichten, die sich möglicherweise um die Exponate ranken, wenn sie schon länger in Familienbesitz sind, interessieren die ehrenamtliche Museumsmitarbeiterin und fließen in ihre Führungen mit ein. Die Ausstellung soll insbesondere Familien die Gelegenheit bieten, an den Feiertagen oder in der Zeit zwischen den Jahren, zu einem kleinen Spaziergang aufzubrechen und dabei ein nettes Ziel vor Augen zu haben.

Schau soll auch in Krippenwanderung eingebettet werden

Oft sind auch die Enkel zu Besuch, dann ist so ein kleiner Ausflug eine hübsche Abwechslung“, meint die Organisatorin. Die Schau soll auch in die regelmäßig am zweiten Weihnachtsfeiertag stattfindende so genannte Krippenwanderung eingebettet sein. Sechs bis acht verschiedene Exponate sollten es schon sein, die in den gläsernen Vitrinen zu sehen sein werden, hofft Anita Kremer. Die möglichen Ausstellungsstücke werden zunächst von ihr gesichtet, dann wird eine Auswahl getroffen. Alle Leihgaben werden über das Museum versichert. Die Resonanz der vergangenen Jahre habe ihr gezeigt, dass sie mit ihrer Idee richtig liegt, rund um die Festtage im Dezember eine solche Schau zu organisieren, meint die Initiatorin der Aktion. Der schönste Lohn für die Gästeführerin, die sich ehrenamtlich noch in einigen anderen Organisationen einbringt, sind möglichst viele, viele Besucher.

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