Die Zeit verflog im Nu

Offenbach (siw) - Es war, als ob der Himmel sich den Termin im Hainbachtal ins Stammbuch geschrieben hätte: Zum Konzert der Musikschule mit dem Titel „Musikalischer Kaffeeschmaus“ schien die Sonne und es war angenehm warm.

Und das, obwohl es vorher und auch danach, regnete und zum Teil auch kräftig stürmte.  Beste Voraussetzungen also für ein tolles Ereignis. Und das boten denn die rund 150 Mitwirkenden (zwischen 5 und über 70 Jahren) aus der Musikschule voll und ganz bei ihrem immerhin schon fünften Gastspiel im Atrium des Waldcafés vor vollem Haus. Da wurde ein wahres Feuerwerk gezündet, das die Zuhörer zu vielen und langen Beifallskundgebungen hinriss. Kein Wunder, präsentierte die Musikschule dieses Mal doch eine außerordentlich große Bandbreite:

Drei besondere, junge Solisten wurde im Laufe des Programms vorgestellt: Anna Babic und Said Hatid Heshemi (aus der Klasse Stefania Lupas, jetzt bei Jens Barnieck), zwei ganz junge Pianisten, die von Schulleiterin Claudia Zinecker dafür geehrt wurden, dass sie beide dieses Jahr den 1. Preis beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ geholt hatten, und die junge Cellistin Friederika Winkler, die - begleitet von Jens Barnieck - ein virtuoses Cellokonzert von Julis Klengel vortrug und mit ihrem Können Eindruck machte.

Den Löwenanteil des Programms bestritten jedoch die vielen Ensembles der Schule: Vom Kinderchor „Die Singmäuse“, von den singenden Kindern aus der Musikalischen Grundausbildung (Leitung Günter Leyerzapf), der Flötenklasse (Leitung Bernhard Mücke), den beiden Kinderorchestern (Leitung Marcela Aldorf und Claudia Zinecker) über die Klarinettenklasse mit Klezmermusik (Leitung Christiane Poos-Breir), zwei Trommelgruppen (Djembe und Cajon, Leitung Daddy Bahmani), die Kontrabassklasse (Leitung Artur Hartmann), die Rockband der Musikschule (Leitung Harri Krämer) bis hin zum großen Streichorchester 2 (Aldorf, Zinecker) und schließlich - ganz am Schluss der absolute Höhepunkt - die Offenbach Jazz Big Band, die neueste Errungenschaft der Musikschule (Leitung Simon Waldvogel).

Die vielen Programmpunkte wurden - bestens organisiert - in straffer Folge von zwei verschiedenen Bühnen aus präsentiert, so dass das Publikum von einer angenehmen Überraschung in die nächste wechselte, wegen der geschickt und kontrastreich zusammen gestellten Abfolge jedoch kaum merkte, wie die Zeit verflog. Alle Beiträge zeigten nicht nur qualitativ ein sehr hohes Niveau, sie waren im Übrigen auch tontechnisch hervorragend dargestellt - keine Selbstverständlichkeit bei fast Freiluft-Bedingungen.

Die Ursache: Auch das Team um Schulleiterin Claudia Zinecker arbeitete blendend Hand in Hand, die starke Motivation konnte keinem Beobachter entgehen. Die Freude über das großartige Gelingen und die gute Stimmung bei allen Mitwirkenden steigerte sich erkennbar im Verlaufe des Programms, viele Gesichter strahlten mit der Sonne um die Wette, als Claudia Zinecker ihren Lehrern mit einem Blumenstrauß dankte für ihre Leistung. Kurt Kaiser, stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins, warb denn in seiner kurzen Begrüßung dafür, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit von AWO und Musikschule nach fünf so guten Konzerten unbedingt fortgesetzt werden sollte - auch wenn es manchmal zu ein paar Regentropfen kommen könnte.

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