FDP zerpflückt Kritik an Hafen 2

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Die FDP wundert sich über die Kritik der CDU-Fraktion am Finanzierungsmodell für den Umzug der Kulturinstitution Hafen 2 auf das Gelände neben der SG Wiking.

Offenbach (nn) - Die FDP wundert sich über die Kritik der CDU-Fraktion am Finanzierungsmodell für den Umzug der Kulturinstitution Hafen 2 auf das Gelände neben der SG Wiking.

Denn im Aufsichtsrat der Mainviertel GmbH habe CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Freier diesem Umzug noch zugestimmt.

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Wenn der CDU-Stadtverordnete Christoph Rupp nun eine „ungerechtfertigte Sonderbehandlung“ erkenne, dann beschädige er nicht nur Freier, sondern seine Worte seien auch eine „Watsche in das Gesicht von mehreren hundert Spendern, die in einer einzigartigen Aktion zur Finanzierung beitragen“, meint der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Dominik Schwagereit.

Zudem widerspricht er den Darstellungen der Union: „Der Initiative wird nichts geschenkt, sie muss sogar gewissermaßen Miete vorab berappen und die Stadt erhält dafür ein regional beachtetes Programm, dass erheblich zum Kreativimage des Areals beiträgt“, so Schwagereit. Es sei vielmehr in Offenbach ungewöhnlich und vorbildlich, dass ein Verein bei einem städtischen Investitionsprojekt von vornherein rund 40 Prozent der gesamten Investitionssumme aus eigenen Mitteln über Spenden stemme.

„Das ist der Stoff, aus dem Legenden sind“

Schwagereit räumt ein, es sei das gute Recht der CDU-Fraktion zu fragen, ob die Stadt ein möglicherweise konkurrierendes Angebot der Frankfurter „Batschkapp“ abgelehnt habe, in der Nähe für viel Geld ein Grundstück zu kaufen. Allerdings, so der FDP-Politiker, fehle der von der Union verbreiteten Vorstellung, der „Batschkapp“-Betreiber habe die finanzielle Potenz größere Summen auf den Tisch zu legen, um der Stadt gewissermaßen eine Einrichtung alternativer Jugendkultur zu sponsern, jegliche Plausibilität. „Das ist der Stoff, aus dem Legenden sind. Wahrscheinlicher ist, dass der Umzug der Batschkapp die Stadt Offenbach viel Geld gekostet hätte“, so Schwagereit. Mit „ziemlicher Sicherheit“ habe die Einrichtung lediglich mit einem Wegzug drohen wollen, um die „reiche Stadt Frankfurt“ unter Druck zu setzen.

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Es sei „schlechter Stil“, wenn die CDU nun von einem „unfassbaren Vorgang zum Nachteil der Stadt“ spreche, ohne die Beantwortung der von ihr an den Magistrat gestellten Fragen abzuwarten. „Es soll wohl das Odium eines Skandals hängen bleiben, obwohl offenbar alles mit rechten Dingen zugegangen ist“, vermutet Schwagereit. Voreilige Skandalisierung sei „möglicherweise ein Instrument politischer Zuspitzung im Wahlkampf, aber keines das der Stadt weiterhilft“.

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