Zombies peitschen Main auf

Offenbach - Untote, Punks, Krokodile und vor allem zahlreiche Drachen bevölkerten Samstag und Sonntag das Mainufer vor dem Isenburger Schloss. +++ Fotostrecke +++ Video +++ Von Thomas Meier

Wenn auch dunkle Wolken Ungemach dräuten, so sollte der Spaß rund um den 7. Dragon-Cup tausende Besucher erfreuen. In 45 Mannschaften gaben rund 880 Paddler bei den Drachenbootrennen ihr Bestes, und das Ganze geriet zu einem Wassersport-Happening, bei dem jeder auf seine Kosten kam. Ging es am Samstag um die Läufe zum Beginners-Cup, Ladies-Cup, Junior-Cup und dem Fraport-Sprint-Cup, so maßen sich gestern beim Fun-Cup und dem Sports-Cup die sportlich ambitionierteren Teams.

Vor der Carl-Ulrich-Brücke bot sich beim Dragon-Cup ein Bild bestgelaunter Sportler.

Die Sportgemeinschaft Wiking und das städtische Sportamt hatten das Geschehen professionell im Griff. Jürgen Weil vom Sportbüro der Stadt zollte vor allem den Gebrüdern Manfred und Detlev Reissmann höchstes Lob, diese beiden seien der Motor der Drachenbootrennen, die freilich nur mit Muskelschmalz betrieben werden.
Für den Beginners-Cup startete am Samstag auch ein Leserboot der Offenbach-Post, die „MaaFischer“. Allen Beteiligten machte die feuchte Gaudi großen Spaß, und da machte es auch nichts, dass „nur“ der vierte Platz heraus sprang. „Dabeisein ist alles“, waren sich die Teilnehmer sicher. Gewinner waren die Paddler vom Jeans Depot vor den Dertour-Travel-Dragons und dem Grisu-Team.

Dem Verlagsrepräsentanten der Offenbach-Post, Klaus Walther, oblag es, dem Team „Käthe Krokodile“ von der Käthe-Kollwitz-Schule am Samstag den Preis für die originellste Kostümierung zu überreichen. Am Sonntag sollten es die punkigen Hoschebäuch sein, die er mit dem Preis bedachte.

Bilder des Drachenbootrennens

7. Drachenbootrennen in Offenbach

Den Junior-Cup holten sich die Paragrafenreiter der Theodor-Heuss-Schule vor den Heusenstammer Dragon-Fighters der Adolf-Reichwein-Schule, der „Galeere“ der Heinrich-Böll-Schule und den „Crazy Drangonz“ der Schillerschule. Als besonders schnelle Damen erwiesen sich beim Ladies-Cup die Print-Prinzessinnen vor den Pussy Dragons Deluxe, den Flussschneckscher und der Lady-Lounge. Und den Fraport-Sprint-Cup sicherten sich die Sportler der Wiking Oro Nui vor Blue Energy, dem Babbscher Team und den Dragonauten.

Bei diesem Anblick gruselten sich selbst hartgesottenste Piraten: Als Zombies gingen die Mannen (und Frauen) der Berufsfeuerwehr ans Paddel.

Hart umkämpft waren gestern Fun- und Sportscup. Überglücklich lagen sich die Chicken-Dragons in den ausgepowerten Armen, als sie sich den Fun-Cup vor Main Loong, den Verkehrspiraten und den Feuerdrachen erpaddelt hatten. Den schwierigsten, weil sportlichsten Cup holten sich die Lahndrachen aus Marburg vor den Offenbacher MAN-Barrakudas, den Spessartdrachen aus Lohr und Blue Energy aus Frankfurt.
Samstag wie Sonntag ging es bei den Drachenbootrennen nicht wirklich um Platzierungen, sondern um den Spaß an der nassen Freud’. Zwar legten sich die meisten Sportler sicher (sprichwörtlich) auch richtig in die Riemen beim heftigen Paddeln, doch waren weniger die Siege als vielmehr die Teamerfahrungen wichtig.

Und die Corporate identity. Das Erscheinungsbild war einigen Mannschaften ganz wichtig, nicht nur wegen der ausgelobten Kostümierungspreise. Neben den Krododilen am Samstag taten sich gestern vor allem die Recken der Berufsfeuerwehr Offenbach hervor, die als Zombies um Pokale pullten. Als knallbunte Punkies tummelten sich die Hoschebäuch am Mainufer, neongelbe Chickendragons mischten sich unters Dragon-Volk und allerlei andere Kreative stellten auch optisch unter Beweis, Drachenbootsportler zu sein. Die Chickendragons, zum vierten Male bei den Rennen dabei, gönnten sich nicht nur ein Miniatur-Drachenboot mit den Konterfeis der Paddler, sie reisten auch mit eigenem „Caterer“ an. Friedrich Cremer paddelt mit seinen 66 Jahren nicht mehr selbst, stärkte jedoch die Truppe mit selbstgebackenen Erdbeer- und Kirschkuchen, die er stilecht mit Kochmütze servierte.

Auf der EVO-Bühne sorgten Bands für musikalische Unterhaltung, eine Hüpfburg war für die Kinder aufgebaut, an zahlreichen Ständen gab es Speis’ und Trank - für Kurzweil war allenthalben bestens gesorgt.

Rubriklistenbild: © Th. Meier

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