Auf Zuschuss geschielt

Offenbach - Nach dem Wetterpark nun ein Klima-Pfad: Ohne zu wissen, was sich hinter dem vom Planungsverband Rhein-Main angeschobenen und von der EU geförderten Vorhaben konkret verbirgt, genehmigte die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend mit den Stimmen von SPD, FDP und Grünen satte 120.000 Euro für das Projekt. Von Matthias Dahmer

Hauptargumente: Das könnte ähnlich wie der Wetterpark eine Attraktion werden und man dürfe sich schließlich keine EU-Fördergelder durch die Lappen gehen lassen.

Bernhard Schönfelder (CDU) machte deutlich, dass seine Fraktion dabei nicht mitspielt. Grundsätzlich begrüße man ein solches Projekt, doch derzeit sei nicht klar, über was zu entscheiden ist, ob es überhaupt eine Planung gibt oder nicht. Weil in den Ausschüssen die Mehrheit nicht dem CDU-Vorschlag gefolgt war, die Abstimmung bis zur Klärung dieser Fragen zu verschieben, stimme man gegen die Magistratsvorlage, so Schönfelder.

Grünen-Fraktionschef Peter Schneider war indes überzeugt davon, dass der Pfad zu einer Aufwertung des Mainufers führt. Im übrigen könne man EU-Gelder nicht verfallen lassen.

86.500 Euro Fördermittel fließen für den Klima-Pfad, noch einmal so viel und weitere 15.500 Euro zusätzliche Kosten muss die Stadt tragen. Dafür werden an mehreren Stellen am Mainufer zwischen Kaiserlei und Rumpenheim fünf bis neun „Fenster zum Fluss“ installiert, die sich mit dem Klimawandel auseinander setzen. Die einzelnen Stationen sollen „sowohl jede für sich als auch in ihrer linearen Abfolge in spielerischer Form eine intensive Auseinandersetzung mit dem Klimawandel ermöglichen“, heißt es. Die Objekte, so die Planung, sollen von der Landseite sichtbar und vom Mainuferweg erreichbar sein.

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