Zwei Jahre auf Bewährung für Mehrfach-Mutter

Offenbach - Da soll nochmal einer sagen, dass sich Kinderkriegen in Deutschland nicht auszahle. Weil die Angeklagte und mehrfache Mutter Nasira J. die ihr vorgeworfene Straftat der räuberischen Erpressung vor dem Landgericht zugab und zu Hause zudem ihr krankes Neugeborenes zu versorgen hat, kam sie mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung davon.

Die 33-Jährige Angeklagte, die zuletzt in Offenbach wohnte, hatte am 5. März vergangenen Jahres eine Spielhalle in der Waldstraße überfallen und die Mitarbeiterin mit einem echt aussehenden Revolver bedroht.

Indem sie der Mitarbeiterin die Waffe an den Kopf drückte und diese massiv an den Haaren zerrte, verlangte J. die Herausgabe der Einnahmen.

Angeklagte hatte bewaffnet eine Spielhalle überfallen

Nachdem die Bedrohte die Kasse geöffnet und der Täterin das Scheingeld daraus ausgehändigt hatte, forderte die Angeklagte auch die Übergabe einer unter dem Tresen liegenden Tasche mit Geld. Die erschrockene Mitarbeiterin gehorchte. Als kurz darauf ein weiterer Angestellter die Spielhalle betrat, flüchtete Nasira J. mit den erbeuteten 2050 Euro.

Die 12. Strafkammer des Landgerichts in Darmstadt bewertete die Straftat aufgrund der Revolver-Attrappe als minderschweren Fall der räuberischen Erpressung. Weil sich die Angeklagte geständig zeigte und zudem ihren mütterlichen Pflichten nachkommen müsse, verhängte das Landgericht in diesem Fall eine Bewährungsstrafe. 

 jb

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