Zwei Offenbacherinnen nach Schiffsunglück vermisst

Offenbach/Rom (akr/dpa) - Auf dem havarierten Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ befand sich möglicherweise ein Schwesternpärchen aus Offenbach. Die Polizei bestätigt die Vermisstenmeldung.

Die „Costa Concordia“ war am Freitagabend nahe der Insel Giglio vor der toskanischen Küste gekentert. An Bord waren rund 4200 Passagiere.

Zum Schiffsunglück der „Costa Concordia“ lesen Sie auch:

Kreuzfahrtschiff kentert 

Elf Deutsche vermisst und

Das steht den Passagieren zu

Unter den Vermissten befinden sich elf Deutsche, fünf davon kommen aus Hessen. Ein älteres Ehepaar aus Mühlheim (71 und 72 Jahre alt) war bereits gestern als vermisst gemeldet worden. Außerdem vermisst wird ein 74-jähriger Mann aus Maintal und ein Schwesterpaar aus Offenbach, 70 und 78 Jahre alt.

Unterwasser-Fotos von Tauchern auf Vermisstensuche

Unterwasser-Fotos: Taucher suchen nach Kreuzfahrtunglück nach Vermissten

Ob sich die Personen tatsächlich auf dem Schiff befunden haben, sei laut Polizeipräsidium Südosthessen noch unklar, die Namen der Vermissten seien aber auf der Passagierliste zu finden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und steht in engem Kontakt mit involvierten Behörden in Deutschland und Italien.

Das Mühlheimer Ehepaar war mit einem Reiseunternehmen aus Unterfranken unterwegs. Von den rund 55 Menschen, die über das Unternehmen die Reise auf dem Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ gebucht hatten, gelten noch immer fünf als vermisst. Das sagte der Geschäftsführer der Stewa-Touristik, Peter Stenger, am Montag dem Privatsender Hitradio FFH.

Das Unternehmen stehe in Kontakt mit dem Auswärtigen Amt und habe die Hoffnung, dass die Vermissten unter den in einem Krankenhaus gestrandeten Passagieren seien und bald nach Hause geholt werden könnten. Das Unternehmen habe einen Krisenstab eingerichtet.

Die übrigen 50 Kunden seien bereits wieder daheim. Sie wurden den Angaben zufolge mit Omnisbussen geholt oder fuhren mit dem eigenen Wagen zurück in die Heimat. Die Gruppe soll das Schiff am 7. Januar betreten haben. Sie sollen dem Reisebüro gegenüber nach ihrer Rückkehr von chaotischen Zuständen gesprochen haben. So hat Stengers Angaben zufolge eine Frau mit einer künstlichen Hüfte mehr als eine Stunde an der Außenwand des Schiffes an einer Strickleiter gehangen.

Rubriklistenbild: © dapd

Kommentare