Zweimal unter Drogen ertappt

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Wie sich schnell herausstellte, war er in der Kaiserstraße kaum fünf Stunden zuvor wegen offensichtlicher Beneblung aus dem Verkehr gezogen worden.

Offenbach (tk) ‐ Die Polizei diagnostiziert einen „schnellen Rückfall“. Passend wären auch trotzige Unbelehrbarkeit oder der naive Irrglaube, dass man an einem Tag nie zweimal von der Polizei erwischt werden kann.

Dahingehend täuschte sich ein 19-jähriger Offenbacher schwer, der am Sonntagmorgen in der Strahlenberger Straße unter Drogeneinfluss am Steuer ertappt wurde. Wie sich schnell herausstellte, war er in der Kaiserstraße kaum fünf Stunden zuvor wegen offensichtlicher Beneblung aus dem Verkehr gezogen worden. Seinen schwarzen Opel Corsa hatte er zwischenzeitlich von unberauschten Bekannten beim 2. Polizeirevier abholen lassen, um gleich wieder selbst Gas geben zu können.

Ob er sich zwischenzeitlich einen weiteren Joint genehmigte oder die zweite Auffälligkeit auf Restwerten beruhte, muss eine Blutprobe ergeben. Wie Polizeisprecher Henry Faltin erläutert, kann der Führerschein beim Verdacht auf Drogengenuss nicht sofort beschlagnahmt werden. Erst später folgt der Anzeige eine Mitteilung an die Führerscheinstelle, die prüfen muss, ob der Delinquent noch zum Führen fähig ist.

Zwei weitere Drogensünder

Der Unterschied zur Praxis bei angenommenem Alkoholkonsum erklärt sich dadurch, dass THC, der in heutigen Haschisch oder Marihuana oft konzentrierter als vor einigen Jahrzehnten enthaltene Wirkstoff, nicht sofort durch „Blasen“ nachzuweisen ist.

An diesem Sonntag, zwischen 8 und 9.15 Uhr, gingen den Beamten auf der Straße von Offenbach nach Frankfurt zwei weitere Drogensünder ins Netz, ein 29-jähriger und ein 23-jähriger Frankfurter. Der ältere kam den Beamten deutlich berauscht vor; der jüngere wurde wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt, weil er laut Polizei als Beifahrer ein paar Krümel Marihuana einstecken hatte.

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