Ahmadinedschad: 9/11 ein Tabu wie der Holocaust

Irans Präsident Ahmadinedschad

Teheran - Nach seiner Skandal-Rede vor den Vereinten Nationen lässt der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad nicht locker: Jetzt vergleicht er den 9/11-Terroranschlag mit dem Holocaust.

Der Westen versuche, die Anschläge vom 11. September 2001 zu einem ebensolchen Tabu zu machen wie den Holocaust zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, sagte Ahmadinedschad am Montag in der südwest- iranischen Hafenstadt Abadan.

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“Der Holocaust wurde vom Westen zu einem Gegenstand gemacht, der heiliger als die Heiligen Bücher und die Propheten ist, und niemand durfte jemals seine realen Dimensionen anzweifeln“, sagte Ahmadinedschad in der vom Fernsehen übertragenen Rede.Wiederholt hat er in der Vergangenheit das Ausmaß der Judenvernichtung als Märchen bezeichnet und Israels Existenz im Nahen Osten infrage gestellt. In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung am Donnerstag hatte er unterstellt, die USA hätten die Terroranschläge vom 11. September 2001 selbst inszeniert.

US-Präsident Barack Obama hatte diese Äußerungen im persischen Programm der BBC als “hasserfüllt“ und “unentschuldbar“ kritisiert. Der iranische Staatschef wies daraufhin am Samstag die Reaktion aus den USA als “unsouverän“ zurück.

dpa

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