Verkauf von 80 Medikamenten gestoppt

Apotheker haben jetzt viel zu tun

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Bonn/Berlin - Apotheker müssen jetzt 80 Medikamente umgehend aus ihren Regalen entfernen (wir berichteten). Denn diese stehen unter Verdacht, dass bei ihrer Zulassung massiv manipuliert wurde.

Betroffen sind derzeit ausschließlich Generika (Medikamente, die nicht mehr dem Patentschutz unterliegen), für die von der Firma GVK Biosciences in Hyderabad Bioäquivalenzstudien durchgeführt wurden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aktualisiert die Liste der betroffenen Arzneimittel regelmäßig, „da die jederzeit mögliche Vorlage ergänzender Unterlagen durch die betroffenen pharmazeutischen Unternehmer dazu führen kann, dass das Ruhen der Zulassung aufgehoben werden kann“.

Das BfArM hat die Liste auf www.bfarm.de veröffentlicht.

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Medikamente, deren Zulassung ruht, dürfen von Apotheken nicht mehr abgegeben werden. Patienten, die entsprechende Medikamente bereits Zuhause habe, können diese jedoch weiterhin ohne gesundheitliches Risiko einnehmen, so die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker. „Die Apotheker sorgen dafür, dass die Patienten in jedem Einzelfall mit einem alternativen Präparat versorgt werden, wenn das vom Arzt verordnete Medikament nicht mehr verfügbar sein sollte. Aber auch das ist in jedem Einzelfall mit einem zusätzlichen Beratungsaufwand verbunden“, erklärt Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer. Auch das BfArM bestätigt, dass es bisher keine Hinweise auf Gesundheitsgefahren für Patienten habe. 

mp/psh

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