Vor dem Castor-Transport

Kommentar: Aufgeheizte Atmosphäre

Der Castor-Transport am Wochenende und die Demonstrationen gegen ihn finden in einer aufgeheizten Atmosphäre statt: Die schwarz-gelbe Koalition hat mit der Verlängerung der Restlaufzeiten für Atomkraftwerke den gesellschaftlichen Konsens über den Ausstieg aus der Kernenergie praktisch aufgekündigt. Von Wolfgang Blieffert

Damit wurde ein Wahlversprechen eingelöst, zugleich aber auch Öl ins Feuer der Atomdebatte gegossen. Wenn nun ein heißes Castor-Wochenende droht, muss sich Kritik aber auch an die AKW-Gegner richten. Das Schottern der Gleise mag in der Tradition zivilen Ungehorsams stehen - juristisch betrachtet, handelt es sich um eine Straftat.

Die zu verhindern gewaltsame Auseinandersetzungen befürchten lässt. Das würde das eigentliche Ziel der Anti-Atombewegung überdecken: Dass nicht der Castor, sondern die Koalition umdrehen sollte.

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