Bedenken gegen Merkel-Infos per Twitter

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Umstrittene Praxis: Regierungsinformationen über Bundeskanzlerin Angela Merkel per Twitter.

Berlin - Medien in Deutschland haben Bedenken gegen die Verbreitung von Regierungsinformationen über Bundeskanzlerin Angela Merkel per Internetdienst Twitter angemeldet.

Das berge Gefahren von Missbrauch und Lücken in der Berichterstattung, da Mitteilungen zum Teil nicht mehr offiziell und automatisch nachprüfbar über das Bundespresseamt gemacht würden, kritisierten Korrespondenten von Zeitungen und Nachrichtenagenturen am Freitag in Berlin in einer Pressekonferenz mit Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans.

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Steegmans sagte, er könne keine Probleme erkennen. Es gebe Informationen, die nicht ausschließlich zuerst über den Medienverteiler gegeben werden müssten. Regierungssprecher Steffen Seibert, der seit dem 28. Februar twittert, wolle darüber auch mit Nichtjournalisten kommunizieren.

Zu Wochenbeginn hatte Seibert über den Internetdienst mitgeteilt, dass die Kanzlerin Anfang Juni zu einem Besuch nach Washington reist und dort mit US-Präsident Barack Obama zusammenkommt. Das 460 Mitarbeiter starke Bundespresseamt verbreitete keine offizielle Nachricht dazu. So erreichte die Bekanntgabe der Reise viele Medien nicht beziehungsweise mit Verspätung.

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Steegmans sagte, ein Medium habe zuvor aus Regierungskreisen über die Reise berichtet. Seiberts Twitter-Meldung sei eine Reaktion darauf gewesen. Journalisten hätten zu diesem Zeitpunkt im Bundespresseamt (BPA) anrufen und nachfragen können. Bisher teilte das BPA solche Reisen offiziell mit. So lautete die regierungsamtliche Information über das Spitzentreffen von Merkel und Obama auf Twitter ohne nähere Angaben: “Kanzlerin reist Anfang Juni zu offiziellem Besuch nach Washington zu Gesprächen mit Präs Obama und Verleihung der Medal of Freedom.“

dpa

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