Lauschstation bekommt Schild

BND beendet Geheimniskrämerei

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Jetzt ist es offiziell: Die Radarkuppeln in Bad Aibling sind eine Abhörstation des BND.

Bad Aibling - Der Bundesnachrichtendienst (BND) beendet zumindest teilweise die Geheimniskrämerei um die Station mit den weißen Kugeln im Kreis Rosenheim. Am Freitag wird dort ein offizielles Schild angebracht.

Seit dem Bekanntwerden des NSA-Skandals wird auch über die Geheimdienst-Abhörstation im oberbayerischen Bad Aibling diskutiert. Nun beendet der Bundesnachrichtendienst (BND) zumindest teilweise die Geheimniskrämerei um die Station mit ihren weithin sichtbaren weißen Kugeln im Kreis Rosenheim: an der Kaserne wird am Freitag (11.00) offiziell ein Schild „Bundesnachrichtendienst“ angebracht.

Im Rahmen einer Transparenzoffensive wolle der BND künftig auf Tarnbezeichnungen verzichten, berichtete die Behörde. In der Vergangenheit wurden für solche Lauschstationen Legenden wie „Fernmeldeweitverkehrsstelle der Bundeswehr“ oder „Ionosphäreninstitut“ verwendet.

In den großen Kugeln, genannt Radome, betreibt der deutsche Auslandsgeheimdienst die Technik, um Telekommunikation aus aller Welt abzuhören. Nach Behauptungen des Whistleblowers Edward Snowden sind auf dem Gelände auch Spezialisten des US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA) aktiv. Die Luftwaffe der Bundeswehr betrieb dort bis 2002 ein Flugabwehr-Raketenbataillon.

dpa

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