Nach Klagen über Treffsicherheit

Bundeswehr auf der Suche nach neuen Gewehren

Berlin - Nach neuen Klagen über mangelnde Treffsicherheit des Standard-Sturmgewehrs G36 sucht die Bundeswehr Medienberichten zufolge einen Ersatz für die Waffe.

Das Kommando Heer soll nach einem internen Vermerk aus dem August klären, ob der Hersteller Heckler & Koch ein verbessertes Produkt liefern kann oder ob gleich ein ganz neues Gewehr entwickelt werden muss. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Die Bundeswehr hat demnach bislang 180 000 Exemplare für 180 Millionen Euro angeschafft.

Ein Sitzungsprotokoll des Bundesamtes für Ausrüstung und Informationstechnik der Bundeswehr (BAAINBw) listet laut „Bild am Sonntag“ zahlreiche Schwierigkeiten mit dem Gewehr auf. Insbesondere werde die mangelnde Zielgenauigkeit bei Erhitzen durch Dauereinsatz der Waffe oder äußere Temperatureinflüsse beklagt. Aktuell gebe es allerdings keine Pläne, das Gewehr zu ersetzen.

Von Klagen über die angeblich mangelnde Treffsicherheit des G36 wird seit längerem berichtet. Der „Spiegel“ schreibt nun von neuen Beschwerden. Demnach soll sich auch bei „extrem feuchter Umgebung“ die Treffsicherheit verschlechtern. Die Herstellerfirma bestreitet, dass es Probleme gebe. Auch das Einsatzführungskommando der Bundeswehr hatte noch Ende Mai die Qualität der Sturmgewehre vom Typ G36 verteidigt.

dpa

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