Chemiewaffen: Russland bezweifelt US-Vorwürfe

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Russland bezweifelt die Vorwürfe der USA, das syrische Assad-Regime habe Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt

Moskau - Mit harten Worten reagiert Russland auf Vorwürfe der USA, Syriens Machthaber Assad habe Chemiewaffen eingesetzt. Moskau fordert eine unabhängige Untersuchung.

Russland hat die US-Vorwürfe eines Giftgaseinsatzes durch die syrische Regierung als „nicht überzeugend“ zurückgewiesen. Die Angaben könnten kaum als Fakten bezeichnet werden, teilte der außenpolitische Berater von Präsident Wladimir Putin, Juri Uschakow, am Freitag in Moskau mit. „Für die Amerikaner war es wichtig, die Tatsache zu verbreiten, dass sie die Informationen weitergereicht haben“, meinte Uschakow.

Die UN-Vetomacht Russland ist ein enger Partner des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und fordert eine unabhängige Untersuchung des Giftwaffeneinsatzes. Die USA streben hingegen den Sturz des umstrittenen Präsidenten an.

„Offen gesagt ist das, was die Amerikaner uns vorgelegt haben, nicht überzeugend“, teilte Uschakow mit. Zuvor hatte bereits ein führender russischer Außenpolitiker den USA Lügen vorgeworfen. Die Berichte seien „an derselben Stelle fabriziert“ worden wie die „Lüge“ über Massenvernichtungswaffen des damaligen irakischen Diktators Saddam Hussein, schrieb Alexej Puschkow, Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma in Moskau, bei Twitter.

US-Präsident Barack „Obama schlägt denselben Weg ein wie (sein Vorgänger) George Bush“, meinte Puschkow. Auch Uschakow verwies auf falsche US-Informationen über irakische Massenvernichtungswaffen.

AP/dpa

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