„Mittelalterliche Methode“

Bei Corona-Bekämpfung „von Anfang an die falsche Strategie“: Boris Palmer (Grüne) kritisiert Bundesregierung

Der Tübinger Gemeinderat distanziert sich von den Aussagen des Oberbürgermeisters Boris Palmer zur Coroona-Krise
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Boris Palmer spricht im Interview mit der Fuldaer Zeitung über die Corona-Maßnahmen in Tübingen.

Mit eigenen Maßnahmen, die vor allem auf den Schutz der Risikogruppe der Senioren ausgerichtet sind, kämpft die Stadt Tübingen gegen das Coronavirus. Oberbürgermeister Boris Palmer (48/Grüne) erklärt im Interview mit unserer Zeitung, was die Stadt anders macht und was er von der Bund-Länder-Strategie hält.

Fulda/Tübingen - Sammeltaxi statt Bus, Einkaufsfenster für Senioren und verpflichtende PCR-Tests für Pflegepersonal: Die Stadt Tübingen geht in der Corona-Pandemie ihren eigenen Weg. Ein Gespräch mit Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne).

Boris Palmer erklärt im FZ-Interview*, dass er als Maßstab der politischen Entscheidungen nicht die 7-Tage-Inzidenz von 50 nehmen würde: „Der richtige Maßstab wäre meiner Überzeugung nach die Zahl der schweren Erkrankungen, die Intensivbehandlungen erforderlich machen.“ Da sei man derzeit auf einem guten Weg.

„Die Intensivbetten sind nicht überlastet, und die Gesamtzahl der Intensivpatienten stagniert“, sagt der Grünen-Politiker. „Sie wird in den nächsten drei Wochen nicht mehr wesentlich ansteigen, weil die Infektionszahlen seit drei Wochen nicht mehr angestiegen sind. Man könnte also derzeit guten Gewissens sagen: Der Gesundheitsnotstand ist bereits abgewendet, es besteht kein Grund für weitere Verschärfungen.“ *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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