Söder als CSU-Vorsitzender

Peinliche Twitter-Panne: Dorothee Bär sorgt mit Tweet für Verwirrung

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Dorothee Bär blamierte sich mit einem Tweet zur Nachfolge als CSU-Vorsitzender. 

CSU-Mitglied Dorothee Bär hat sich auf Twitter zur Nachfolge von Horst Seehofer als Parteivorsitzenden geäußert. Dabei unterlief ihr ein peinlicher Fehler. 

Berlin - Wenn die CSU für eines nicht bekannt ist, dann wohl für eine hohe Frauenquote. Laut einer Studie der Freien Universität Berlin aus dem Jahr 2016 sind nur 20 Prozent der Parteimitglieder weiblich. Das zeigt sich auch in der Besetzung der CSU-Spitzenkräfte.

Nachfolge von Seehofer als CSU-Vorsitzender

Nach dem Rücktritt von Horst Seehofer als Parteivorsitzender ist die CSU-Spitze wieder frei. Auf einem Sonderparteitag am 19. Januar soll der neue CSU-Chef gewählt werden. Als Nachfolger wird der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gehandelt. Sein ärgster Konkurrent, Manfred Weber, zog eine mögliche Kandidatur zurück, wie merkur.de berichtet*.

Lesen Sie hier alle News zu Horst Seehofers Rücktritt und der Kandidatur von Markus Söder für den CSU-Vorsitz im News-Ticker.

Dorothee Bär äußert sich zur Seehofer-Nachfolge auf Twitter

Die Partei sammelt sich nun hinter Söder. „Die große Mehrheit in München ist für Markus Söder als Parteivorsitzenden“, sagte der bayerische Justizminister Georg Eisenreich gegenüber dem Münchner Merkur.Auch Dorothee Bär - CSU-Mitglied und Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt - äußerte sich zur Nachfolge von Seehofer. Sie wählte dafür aber ein anderes Medium: Twitter. Und dabei unterlief ihr ein peinlicher Fehler. 

Sie schreibt: „Die CSU verjüngt und verweiblicht sich radikal. Nach der hervorragenden Kabinettsbesetzung in Bayern, muss jetzt auch an der Spitze unserer Partei ein Aufbruch her.“ Für den Leser stellen sich sofort einige Fragen: Soll es also eine weibliche CSU-Spitze geben? Wer würde sich als Kandidatin eignen, vielleicht sogar Bär selbst?

Bär über Söder: „Ich würde mich freuen, wenn er unser Vorsitzender wird.“

Der Tweet geht aber so weiter: „Markus Söder ist dafür der Richtige. Ich würde mich freuen, wenn er am 19. Januar unser Vorsitzender wird.“ Die User reagierten dementsprechend: „Vielleicht hat er in Kürze eine Geschlechtsumwandlung geplant und heißt demnächst Marion Söder.“ Ein anderer Nutzer meint: „So weiblich ist Herr Söder nun auch wieder nicht.“ Großen Anklang in der Twitter-Community fand auch der folgende Kommentar: „Hoffentlich verhilft die CSU mit diesem radikalen Wandel noch mehr jungen Frauen wie Markus Söder zu einem Spitzenamt.“

Hier war zwischenzeitlich ein weiterer Tweet zu sehen, der sich aber als Satire herausgestellt hat. 

Bär hat den Tweet bisher nicht korrigiert und sich auch nicht zur Diskussion geäußert.

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Horst Seehofer wird im Januar 2019 das Amt als CSU-Chef abgeben. Bei der Frage des Nachfolgers könnte nun ein Richtungsstreit entfachen*.

Bis vor Kurzem galt Marcel Huber als Vorzeige-Minister seiner Partei: Klaglos, loyal und solide arbeitete er dort, wo der Ministerpräsident ihn hinschob. Jetzt aber wird der 60-jährige Mühldorfer von Söder fallengelassen*.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

soph

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