Deutschland kommt Polen bei Pipeline-Bedenken entgegen

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Deutschland kommt Polen bei seinen Bedenken gegen die Gas-Pipeline in der Ostsee entgegen.

Warschau - Im Herbst soll das erste Erdgas durch die Ostsee-Pipeline von Russland nach Deutschland fließen. Jetzt ist die Regierung bemüht, polnische Bedenken gegen das Projekt auszuräumen.

Die Bundesregierung werde dafür sorgen, dass die Häfen der polnischen Städte Stettin (Szczecin) und Swinemünde (Swinoujscie) auch künftig von großen Schiffen anfahrbar blieben, versicherte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag in Warschau nach den 11. deutsch-polnischen Regierungskonsultationen. “Wir haben immer wieder gesagt, wir wollen keine Projekte gegen ein Land machen, schon gar nicht gegen unseren Nachbarn Polen.“ Durch die 1220 Kilometer lange Ostseepipeline zwischen Russland und Deutschland soll im Herbst dieses Jahres das erste Erdgas fließen. In Polen hatte es Bedenken gegeben, dass wegen der Pipeline die Häfen von Swinemünde und Stettin für Großfrachter mit starkem Tiefgang nicht mehr erreichbar sein könnten.

Deutschland werde für den Fall, dass etwa der Hafen von Swinemünde nicht anfahrbar sein sollte, dafür sorgen, dass die Pipeline tiefer unter den Meeresgrund gelegt werde, sagte Merkel. Das mache deutlich, “dass wir hier wirklich auf eine gute Partnerschaft ausgerichtet sind“.

dpa

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