In eigener Verantwortung

Eine Promille-Grenze kann einem Autofahrer die Verantwortung abnehmen. Wer sich hinters Steuer setzt, begibt sich immer in Gefahr, einen Unfall zu verursachen, bei dem er selbst oder andere verletzt werden.

Er geht auch immer das Risiko ein, dass er unschuldig in einen Unfall verwickelt wird, bei dem seine Reaktion dazu führt, dass andere Schaden nehmen.

Nun ist der Gesetzgeber natürlich gehalten, gerade im Verkehrsbereich Regeln zu schaffen, die dem Einzelnen so viel Freiheit wie möglich geben, aber auch die Allgemeinheit so gut wie möglich schützen.

Alle Experten sind sich einig, dass die aktuelle Promille-Regelung dabei gute Dienste leistet. Wenn Alkohol ursächlich bei Autounfällen im Spiel ist, dann meist in einem Bereich, der die 0,5-Promille-Grenze weit überschreitet. Anders ist das bei Fahranfängern, aber hier gibt es ja die sehr sinnvolle 0-Promille-Regelung in den ersten zwei Jahren.

Sabine Bätzing muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie als Drogenbeauftragte wahrlich andere Bereiche hat, in denen ihr Engagement gefordert wäre, beispielsweise im Kampf gegen das Komasaufen von Jugendlichen oder bei dem Problem, dass immer mehr junge Mädchen regelmäßig zur Flasche greifen.

Jeder einzelne kann sich dennoch fragen, ob er sich nicht besser fühlt, wenn er als Autofahrer ganz auf den Konsum von Alkohol verzichtet. Im Falle eines Falles bleibt dann die quälende Frage erspart, ob man ohne das eine Glas Wein nicht vielleicht doch anders reagiert – und sich und anderen fatale Folgen erspart hätte.

politik@op-online.de

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